22.06.2013 – Bonehouse + Dirtdrinker + gone wishing

Starke Sachen

oder auch

„mach ma zwei Schnapps“ „nee lieber vier“ „zwei reichen“ „ach quatsch JEDER ZWEI“…

So nun also wieder ein Bericht. Wegen des auslassens einiger Berichte auf Grund einer küstlerischen Pause auch des Gehirns des Schreibers, wurde dessen selbst auferlegtes Credo (Ich werde jedes Konzert resümieren) gebrochen. Aber die großen Sätze der Menschheit sind ja irgendwie alle mehr oder weniger als Lügen entlarvt wurden: „Ich hatte nie sexuellen Kontakt mit dieser Frau!“, „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu erreichen!“, „Ich habe ein absolut reines Gewissen!“, „ich werde jedes Konz…“, nein moment das hatten wir ja schon. So weit so gut!
Schottland. Band. Mainusch. Konzert. Dies wäre eine perfekte RebusRätselvorlage um auf die Lösung „Sk.Inc/icorrupt-Show“ zu gelangen.
Bonehouse hatten sich angesagt, die ollen Karomusterverehrer waren nämlich auf tour mit brighter arrows, die jedoch kurzfristig gegen die zwei mann Armee von Dirtdrinker gewechselt wurde. Als dritter act im Bunde ließ Bonehouse-gitarrero Owen aka Gone Wishing die akustiksaiten schwingen und sang dazu.
Da die jungs ein tag vorher ihren dayoff in wiesbaden verbrachten, waren sie schon akklimatisiert, aber dennoch sehr angetan vom Mainusch. So entschloss sich GONE WISHING, einfach mal die letzten sonnenminuten zu nutzen, und sein akkustikset im freien darzubieten. Es wurde dazu geschnappst, was die genauigkeit des küstlers nur ein gaaaanz wenig beeinträchtigte. Es war aber eine sehr seeliges Gefühl im Garten des Mainusch, und als Owen als Zugabe DEL AMITRIS megahit „Tell her this“ anstimmte, wurden sogar die augen ein bisschen feucht.
Ha, und danach ging man rein und wurde recht bald einfach nur weggeballtert.
DIRTDRINKER wirkten wie eine Mischung aus Steven Seagul und Kurt Russell, die an Gitarre und Schlagzeug ihre Wut an der Ungerechtigkeit über die Entführung ihrer einzigen Tochter und der fiesen Behandlung der Unterschicht durch die Regierung ausdrückten wie in ihrem gemeinsamen Meisterwerk EINSAME ENTSCHEIDUNG. Sie kloppten und zockten dermaßen geil und hantierten grade mit den gitarreneffekten traumwandlerisch sicher. WAHNSINN!!!
als danach quasi zum runterkommen black-metal aus der dose erklang, beruhigte sich die leider doch recht kleine meute von lediglich knapp 20 nasen. Mit BONEHOUSE wurde es dann ein wenig punkiger und emotionaler. Aber GEIL. Ihre selbstbetitelte DEMO erfreut schon seit Wochen unsere Ohren und rotiert in regelmäßiger dauerschleife. Super Sache. Und jetzt auch live. Eine runde Jägermeister waren dank genug und aufforderung für die band, so dass sie im endeffekt drei Zugaben spielten. Ja geil!!!
Und damit erstmal genug des ganzen. Es wird bestimmt jetzt IMMER einen bericht geben, VERSPROCHEN!!!

danke schonmal an die bands,
danke auch ans Mainusch
danke vor allem auch an die Zuschauer
danke an die I.Corrupten, die mal wieder einen richtigen guten Musikgeschmack bewiesen!!!

und um auf das legendäre Christoph Daum Zitat zu antworten, aber auch als Mahnung für uns alle, dass jeder sich um sein Süppchen selbst kümmern muss.
„Er sollte auf jeden fall eine klare Linie in sein Leben bringen“ (Lothar Matthäus).

Bis dann am 13.07 zum Sommerfest

07.04.2013 KOKOMO+O (circles, kreis, o.Ä.)

Es gibt so Abende die sind einfach schön…

oder auch

ich kaufe ein O !

Der Vorteil an Kooperationen mit unserem wiesbadischen Freund Ingo von i.corrupt ist der, dass, selbst wenn von uns einige nicht können, trotzdem alles glatt läuft. Wie gewohnt hat er auch einen ausgezeichneten Musikgeschmack, auch was sein nach seiner konzertgruppe genanntes Label angeht. Und da er Bands wie KOKOMO verlegt (wo hab ich sie denn wieder hingetan?), ist es natürlich klar, dass sie im Einzugsgebiet ihres Labels ein Konzert geben. Da der Schreiber dieser Zeilen bei ihrem letzjährigen Konzert in Wiesbaden einfach nur von der Wucht und Intesität dieser Musik weggehauen wurde, war es uns natürlich ein willkommenes Fressen, als Ingo mit der pawlowschen Klingel läutete (lechz…hechel). Feuer und Flamme für dieses Konzert, suchten wir einen geeigneten Support und wurden in einer Band aus dem Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet fündig, deren Namen einen an Prince (the artist formerly known as, oder auch Symbol) erinnert. Die Formation ○ , die sich selber als Kreis oder circle bezeichnen, kam nach Mainz und luden aus ihrem Anhänger (!) viele schöne Dinge: eine Pauke, ein kleines(in eigenem Case) und großes Metallophon, eine Handvoll Geigenbögen und zum wohl ersten Mal im Haus Mainusch eine DREHLEIER!!! Dies erinnerte an die verwendeten Instrumente auf Corvus Corax erste Platte (ich sag nur Bahnschiene) und somit war das Mainusch schon vor dem Einlass quasi gerammelt voll. Aber nach der langwierigen Aufbauphase bot sich der Crew ein wunderschöner Anblick. Der Raum in sanftes Licht gehüllt, ein großes Keyboard längs vor das Drumkit gestellt, alles andere aussenrum arrangiert. Schon dieser Anblick war einfach gut. Da die Leute unserer Bitte schon vor acht dazusein nicht nachkamen, verschoben wir den Beginn auf neun, auch weil es dann schon dunkel war und dies der Atmosphäre das zusätzliche Etwas gab. Als um neun das Konzert begann, gab es eine Art Kinoeffekt…es war muchsmäuschenstill, jedes geklapper, Türgeöffne oder getuschel wurde mit PSSSSSSSSSST bedacht, und als die Musik einsetzte, wusste man auch warum. Jeder Ton, der nicht gehört wurde, war ein Verlust eines einzigartigem Gesamterlebnisses. Dieses Konzert und diese Musik zu beschreiben, ist schwierig bis schier unmöglich: sie war leise, laut, atmosphärisch, einfalls- und ideenreich, kurzweilig und in verbindung mit teilweise wie aus weiter ferner klingedem Gesang einfach wunderschön…WAHNSINN…
da bei einem solch großen Instrumentarium, dass einen ein wenig an eine Mischung aus Schamanen und einem Orchester erinnerte, der Abbau selbstredend ein wenig länger dauert, wurde das ein oder andere Bier getrunken und geschwatzt…
KOKOMO fingen an, indem sie Nebel ins Mainusch pusteten (wir hätten auch einfach drei bis fünf schachteln Kippen verteilen können) und dank ihrer selbst mitgebrachten Scheinwerfer ein Ambiente in Grün-blau erschufen, dass ich so noch nicht im mainusch gesehen hatte. Die Musik ging in ähnliche Richtung wie Circle, jedoch härter, lauter und mächtiger. Bestachen Circle vor allem auch durch ihre ruhigen, filigranen Parts, gingen KOKOMO völlig in die Bresche und versursachten diversen Leuten dezentes Ohrenfiepen. wohldosiert wurde es auch bei ihnen ruhiger, dann in blau, und wenn es krachig weiterging, dann in grün. Auf und ab wippende Köpfe, jubelrufe und geklatsche wechselten sich ab und das völlig zurecht.
Was ein verrückter abend. Zwei wunderbare Bands und ich kann mich immer noch nicht entscheiden, welche mir besser gefallen soll…ich glaube einfach beide.
Mit bleibt zu danken
…und zwar den bands, ich denke die worte oben sollten jeden dazu bringen mal ein Ohr voll von diesen bands zu nehmen.
…dann natürlich an alle Leute die da waren. Der Tatort soll wohl eh nicht so toll gewesen sein.
…danke an unsere I,Corrupten, die lecker gekocht hatten (der eine Löffel, den ich bekam, überzeugte mich davon :-P )
…danke ans Mainusch, die jetzt relativ dauerhaft auf DIXIS setzen (yes)
… und danke VFL Bochum, dass du uns Peter Neururer wiedergebracht hast.

und wem die Zeilen vllt zu emotional waren dem lege ich folgendes Zitat nahe:
„da sind die Gefühle mir mir Gassi gegangen!“ Jürgen Klinsmann

20.03.2013 – RVIVR + DOGJAW

I dont wanna waste my time
oder
„can i have some water?“ „sparkling or not?“ „ Sparrrrrkling!!!!!“

ja, wir haben es mit unseren Novi. Kaum ein konzert an dem wir nichts neues machen, wir sind erfinderisch und improvisationserprobt… und so kam dass wir uns ein richtiges schmankerl organisierten. Mit den allseits beliebten RVIVR konnten wir ein weiteres mal eine band aus übersee an land ziehen, die auch abseits unserer eigenen musikgeschmäcker sich einer durchaus großen beliebtheit erfreuen. Die mit den schnuckeln von DOGJAW auf tour seiende Olympioniken (weil aus Olympia stammend) erweckten soviel Interesse, dass wir, weil wir es halt können, ein Novum veranstalteten. Der ellenlangen Schlange vorm Eingang die Zunge rausstreckend schickten wir uns an, eine RESERVIERGUNSLISTE zu machen…alter wir sind so 90er…keine Tickets, nur liste…naja und um halt noch mehr 90er zu sein, entschieden wir uns skate punk als hintergrund mucke zum besten zu geben… da rechtzeitig für an die 80 Reservierungen plus uns der Anbau fix und fertig gestrichen wurde, konnten wir die Neueinweihung, also das Novum des ersten konzertes, feiern. Und da aller guten Dinge drei sind, orderten wir ein DIXI als klo…klar zum ersten mal…
nach solch vieler neuerungen und einmaligkeiten (Dixi) wollten wir trotzdem bei unseren Leisten bleiben und uns, den bands und den zuhörern einen schönen abend bieten…und dafür skate-punk? Na klar, was denn sonst…blink 182, sum 41, NOFX und konsorten ließen uns immer wieder in die jugend zurückdenken und schwelgen, wir fühlten verstauchte steißbeine, angeknackste rippen und wunschgescheurte Knie von unseren bestimmt nicht immer erfolgreichen Skateversuchen…wir dachten an zeiten, als mensch sneaker, baggys und weite shirts und pullis trug, die haare ein wenig länger und ne wollmütze auf…schöne zeiten und die wurden wieder erweckt…
und dann noch musik, im anbau, die auch ein wenig daran erinnerte…modern, schneller und cooler, aber eben auch punkig, mit schnell gezockten downstrokes und mehrstimmigem gesang…DOGJAW waren eine kleine reise in die Vergangenheit, eine schöne Erinnerung, nickende Köpfe und jubelrufe gaben preis, dass nicht nur dem Schreiber dieser Zeilen es so erging…der anbau war gerappelt voll, und es zeigte wie wichtig dieser Ort (das Mainusch und auch der Anbau) ist, war und immer sein wird.
Während der show und vor allem danach war vor der Theke die Hölle los, es wurde getrunken, geredet und gelacht, schnäpse geordert und geleert und mitgesungen…und wir war es ein flashback, jeder dachte zurück an kinonachmittage, als mensch „gelungene“ Filme wie American Pie (1+2), Road Trip und Loser sah, danach sich zu hause eine flasche DR. PEPPER reinzog und auf seiner Playstation Tony Hawks Proskater zockte…waren das nicht schöne zeiten?…
als das obligatorische „may 16“ (der 3-minütigste Hit aller zeiten und damit ideal um anzukündigen dass in 3 minuten die nächste band anfing) lief, zog es die Menge mal wieder in den Anbau um RVIVR zu lauschen, einer super band, deren neue Platte uns im vorhinein schon die ohrmuscheln, gänge und trommelfelle mal so richtig durchpustete…die band, die herrlich sympatisch in ihrem amerikanischen Dialekt eine „Clube mäteh“ bestellten und dem mainzerischen Leitungswasser sehr zugetan war (Was nachvollziehbar ist, in den 90ern war es das reinste und sauberste und gesündeste Deutschlands), wusste ab Ton 1 bis Ton 4598 zu überzeugen und der Anbau drohte so kurz nach fertigstellung schon wieder eingerissen zu werden, die Menge schwitzte, tanzte und johlte, dass es uns und der Band sicherlich auch nur die reinste Freude war. Das dixi war inzwischen zum Red Light District geworden, was dem ganzen den ganz besonderen Flair gab. Zurück zur band, die einfach nur gut war, und als sie fertig waren, kam die Meute verschwitzt, durstig, aber freudig strahlend zurück zur BAR und kurbelte die hausintere Wirtschaft nochmal an…es wurde weiter geschnattert, gewitzelt und irgendwann leider auch gegangen…denn wie es immer so ist, irgendwann ist rum und das war leider auch an dem Abend so…denn busse fahren irgendwann, oder taxen, oder fahrräder oder autos (die zahlreich waren, da sich einige von ausserhalb es sich nicht nehmen ließen, diese granaten sich zu geben)… nun gut auch wir waren irgendwann einfach am ende und ließen uns erfreut ins bettchen fallen
zuerst jedoch danke mal an all die menschen die da waren, die so ein unglaublich großes Interess zeiten, welches uns zur sehr gelungenen Idee mit der Liste veranlassten
-wir danken auch den Bands, die so viel Herzblut zeigten und die wir ins Herz geschlossen haben, ich glaube dieser abend kann man von beiden seiten aus als gelungen bezeichnen
-wir danken der deutschen Dixi-industrie
-wir danken auch der Musik der 90er Jahre…
-und immer wieder danke ans mainusch

und hey, um den abend zu beschreiben, zitiere ich Tobias Levels
„was da in der Blutbahn abgeht, kann ich biologisch auch nicht so erklären“ und damit hat er verdammt nochmal recht…

24.11.2012 – GRAND GRIFFON + I REFUSE + AYAKASHI

Was länge währt, wird ENDLICH!!!
Oder auch:
Obama sei Dank!!!

Zum Glück hat Cartman seine zigtausenden Stimmen, die er noch in der Hinterhand hatte, nicht geltend gemacht. Zum Glück wurden sie verbrannt von Menschen, die wussten, was sie an ihrem alten und neuen Präsidenten haben. Wir haben auch profitiert. Denn ohne ihn, diesen Gesundheits-Messias wären wir wohl wieder traurig gewesen. Kurzer Rückblick: im letzten Jahr sagten Grand Griffon zwei Tage vorher ab, im Frühjahr diesen Jahres ebenso…Krankheiten legten sie flach, sie machten aus ihrem Schlechten Gewissen gar keinen Hehl. Dieses Mal alles anders: sie kamen, spielten und siegten. Vorsichtshalber hatten wir von Jens Lehmann seinen Helikopter aus Stuttgarter Tagen reserviert, falls die Nordlichter im Stau stehen sollten oder von der Conga-Schlange nach Sao Paolo gelotst würden. Brauchten wir aber gar nicht. Neben den Griffys spielten die süßen Schwaben von I REFUSE mit. Komplettiert wurde der Abend durch das Tresenteam von AYAKASHI (fälschlicherweise als AYATALLICA angekündigt).
Als man also daran ging, das Haus Mainusch vorzubereiten, wich langsam die Anspannung, als man sämtliche Musiker schmatzend beim leckeren Suppenessen erblickte. Viel konnte nicht mehr schiefgehen. Neben dem obligatorischen Jägi in rauen Mengen( da zwei Menschen unabhängig voneinander einkauften), gab es als special Wodka-Ahoi und den guten alten GRÜNEN, der einem das leben immer wieder mal rettete. Die Mainzer zuschauerschaft ließ sich ein bisschen bitten, um neun uhr waren grade mal 5 nasen da. Daher verschob sich der Beginn des ganzen halt mal um ein stündchen. Um sich die Zeit zu verteiben, ließen sich zwei SKler interviewen, es wird demnächst nämlich eine kleine Doku über die Szene geben, wir verfolgen das weiter und werden euch informieren.
Dann gings los, da der Schreiber dieser Zeilen allerdings der Truppe von AYAKASHI angehört, verzichtet er auf Lobeshymnen: gut gemacht, Mund abputzen und weiter geht’s. angemerkt werden muss allerdings, dass der Schlagzeuger an diesem Abend eine sehr versierte Aushilfe war, da der etatmäßige Drummer grade in Australien weilt. Dass es das erste Konzert in dieser Konstellation war, merkte man nicht an, danke schon dafür, schorsch!
I REFUSE mussten spontan auf sämtliche Bass-Devotionalien der vorherigen Band ausweichen, da die Buchse einfach nicht mehr wollte. Das tat ihrem geil gezockten Hardcorepunk allerdings wenig ab. Zahlreiches Kopfnicken, lautes Klatschen und Kniebeugen allerorts zeugten von einer eindrucksvollen show und das dies dem Publikum beliebte. Einfach gut.
Inzwischen waren schon über 70 Personen erschienen, um endlich das langersehnte Konzert in Mainz der Kiel/hamburg/berlin Fraktion zu erleben. Draussen standen jedoch weitere Leute, die einfach nur ein bier wollten, da auf irgendeiner anderen Party noch nix los war…auch ne möglichkeit, mal wieder werbung fürs Mainusch zu machen. Hier kann man auch einfach nur mal so ein Bier trinken. Stellt euch vor, es wäre weg und das ginge nicht mehr? Schlechte Idee!
Nun denn Grand Griffon enterten den Teppich und selbiger flog quasi mit ihrem ersten Ton davon. Unglaublich fetter sound prallte auf unglaublich motivierte Leute, die des Wartens müde waren und nun alles rausließen, was sie noch im Akku hatten. Und das war erstaunlich viel. Im vollkommen vollen Mainusch war es unglaublich heiß (was nicht nur an der laufenden Heizung lag) und die Luftfeuchtigkeit erreichte tropische Werte. Die Musik angenehm schnell und laut, die Menge an feinern…endlich war es soweit, man merkte dem team, der band und den leuten an, dass sie MegaBock hatten…heute würde man gut schlafen können…doch als schluss war, war noch lange nicht sperrstunde. Wie üblich wurde noch weitergefeiert, mit Europe, Dire Straits und Toto aus der Konserve, aber viel mehr wird sich keiner mehr dran erinnern können, denn man begoß den geilen Abend mit einigen Bieren, Schnäpsen oder Maten. Die BÄNDS waren jedenfalls sehr zufrieden und wir erleichtert, dass man nicht mitten drin aufwacht und nur geträumt hatte…
Danke direkt mal an die Bands, dass sie nicht krank wurden…
Danke ans Küchenteam…
Danke ans Einkaufsteam für 5 flaschen jägi…
Danke an die Zuschauer, die diese zu 4/5tel leerten…
Danke an die Zuschauer, selbst wenn sie sie nicht geleert hätten…
Was das Mainusch angeht,hoffen wir alle das beste…

Und um mit Jürgen Klopp zu schließen: „ wenn hier etwas stinkt, bin ich das. Das war so aufregend heute!“

26.10.2012 – JUNE PAIK + WILLY FOG + LOST GIRLS

Power-Abend
Oder auch: wie ich lernte, alles zu lieben!

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass… aber moment mal. Es gibt einen ausweg, meine Damen und Herren, denn Freitag abend, den 26.10.2012, dem Konyjahr, dem Jahr des Weltuntergangs, dem doublejahr vom BVB, ist die Revue-show in der Stadt. Die Kapelle von June Paik aus München bitten zum Tanz, daneben sind Lost Girls aus Marburg am Start. Den Dreierpack machen unsere ganz speziellen Freunde aus dem „schönen“ Ruhrpott voll. Der Zirkus ist in der Stadt. Willy Fog, die in ihren Reihen am Schlagzeug eine bearded Lady, am Bass den ältesten, am Gesang den stärksten Mann haben, die Gitarren werden von einem Schwertschluckermeister und einem Flohzirkusdirektor bedient. Die Freakshow hält Einzug im Mainusch…na das kann ja was werden
In den Vorbereitungen merkte man unsere Lust immer mehr an, jeder war heiss auch wenn das Wetter immer kälter wurde. Wir kauften flaschenweise Schnapps, kistenweise Bier und schaumlöffelweise Anstand. Als langsam die Leute kamen und die Kasse dann auf war, wurde die Musik dem Klientel angepasst und es liefen klassische Rockhymnen in ausgewählter Reihenfolge, die immer mehr die Spannung auf das Konzert erhöhten und uns und ebenso die Gäste zum Mitgrölen animierten. Die Schnapsbar erfreute sich reger Beliebtheit.
Als mit Lost Girls die erste Band des Abends anfing zu spielen, nachdem vorher noch schnell 500 Miles von den Proclaimers rausgehauen wurde, zeigte sich jedoch der wahre Grund, warum alle heute hier waren: nicht schnapps oder classic Rock, nicht der leckere Linseneintopf und der Dauerregen hatte einen Zuschauerstrom entfacht, sondern das Verlangen nach guter Musik. Lost Girls stillten dieses verlangen und beruhigten die Nerven ein bisschen. Sie spielten ihren postig-angehauchten Screamo verdammt gut, tight und intensiv, dass einem warm ums herz wurde. Erinnerungen an Love a wurden wach, die wir ja auch zu Gast hatten und die uns damals ebenso überzeugten wie Lost Girls uns heute… merke: Bands mit Lo am Anfang kommen bei uns immer gut an :D
Nach einer spontanen Darbietung des Song „we are the world“ von USA for Mainusch, bei dem einem die Gänsehaut (mark van bommel würde sagen: das hähnchenfell) so runterlief, wie es sonst nur bei Friedhelm Funkel geschieht, wenn er den Namen HERTHA BSC hört, ging es weiter im Programm.
Danach hieß es. MANEGE FREI; VORHANG AUF!!! Es war die zeit der kleinen und großen Zauberstücke, eine Varietè show aus dem Herzen des Potts. Willy Fog taten alles, um der Menge zu gefallen, so hatten sie doch extra frische (erst am Morgen geerntete) shirts dabei, zudem noch nie gehörtes Songmaterial, das nach einer kleinen Freejazzexkursion auch wie jedes Lied mit viel Herzblut und Einsatz von Jonas vierhundertdreiundvierzig Stimmbändern auf offene Ohren traf und von der Menge eingesogen wurde wie eine russische Filterlose Kippe von Werner Lorant in seinen Besten Zeiten: IN EINEM ZUG… ESKALATION, ESKALATION war angesagt und WELCHER IDIOT HAT EIGENTLICH GESAGT, dass heute nur drei Gruppierungen ihr Können zum besten geben sollten? Nachdem bei den Willys, die unseren ganz besonderen Herzebobbelscher sind, am Ende alles gut wurde, machten Gerüchte die Runde. Stimmt das? Eine Reunion der Scorpions im Mainusch? Nein, weit gefehlt. Da ein Sk-Inc. Member in seinen Geburtstag reinschipperte, wurde die Fläche spontan von AYAKASHI gestürmt, die ihrem Sänger damit ein Ständchen halten wollten. Da sie aber unglaublich schnell spielten (manche schieben es auf einen dringend Drang), durften auch noch die duften Kerls von RATTENKÖNIG ihren Smash-Hit zum besten geben. Danach haute stevie Wonder in die Tasten und der Abend steigerte sich seinem Höhepunkt zu, wobei es nur einer von vielen war.
Die unglaublich guten JUNE PAIK aus Münschn setzten dem ganzen die Krone auf. Engagiert, trotz später Stund und schon vierstündiger Party unglaublich konzentiert heizten sie der Meute nochmal richtig ein. Muss man zu dieser Klasse Band noch irgendwas sagen? Wohl kaum, ihr 90er Screamo ist allgemein bekannt und geschätzt…ruhig, aber mit viel spautz beginnend, bald darauf allerdings in eine wuchtige Chaoskeule ausladend präsentierten sie ihre Musik der schon allseits gespitzten Ohren, die noch mal kräftig samt ihrer InhaberInnen abzappelten und all die Energie rausließen, die noch da war , um teilweise sogar noch mal kräftiger abzugehen als zuvor…FETT!!!
Nachdem also herzen und Ohren erfreut wurden und mit viel liebe und guter Musik gefüllt, machte man bei der Party da weiter, wo man vor und zwischen den Bands aufgehört hatte…man grölte, goß sich den ein oder anderen Schnapps hinter die Binde und torkelte bald darauf zufrieden nach Hause…oder wo man auch immer hintorkelte…
Es war schön leute, danke dafür dass ihr alle da wart…
Danke auch an die wunderbar intensiven bands
Danke an Carsten für 12 Bottles full of SCHNAPPS…alle leer!!!
Danke ans Küchenteam…
Danke ans Mainusch, geil dass du einfach noch mindestens ein Jahr uns beherbergst…
Und da diesmal im Text schon so viele Fussballbezüge dabei waren, nur noch ein Kleiner:

„Ich freu mich für mich!“ –Edmond Kapplani!!!

…und wenns genug geregnet hat, hörts auch wieder auf. Auf Bald !!!

29.09.2012 – HEART ON MY SLEEVE + LARA KORONA + CONTINENTS.

29.09.2012:
“It’s gonna take a lot to take me away from you
There’s nothing that a hundred men or more could ever do” (Toto- Africa)
Konzerte zu veranstalten bescheren einem immer wieder ein wohles Kribbeln im Bauch. Erst recht dann, wenn man schon lange darauf sich freute, bekannte Gesichter SAMT guter Musik zu sehen, hören, fühlen und ja, bei unseren Konzerten mit dem obligatorischen Gig-Schnapps, auch zu schmecken. An diesem Tage hatten sich neben den von uns allseits geliebten CONTINENTS auch die hoch geschätzten LARA KORONA und die noch unbeschriebenen schwedischen Blätter von HEARTS ON MY SLEEVE angekündigt. Ein lauer SamstagAbend in unserem heimeligen Nest, dem Haus Mainusch, in dämmrigen Licht und mit feinstem 80er PopRock von Journey und Toto: in solch einem Ambiente wurde man an die immer näher- rückende SWR 1-Hitparade erinnert, bei der man dann den ganzen Tag sich die von den Hörern gewählten Tausend Hits reinzog…oder so, wenn man nicht wichtigeres wie Leben, Essen, auf Konzerte gehen und generell einfach seine Zeit sinnvoll zu verbringen im Sinn hatte…so ganz wollten die Leute nicht kommen, bereiteten sich vllt schon auf den bald kommenden Tag der Deutschen Reinheit..ääh..Schweinheit…nein, halt moment…Einheit, jetzt hab ichs! …also sie bereitetn sich wohl schon auf den nahenden Festakt zum Tage der deutschen Einheit vor und beschlossen somit, den Samstag abend nicht mit feinstem post-screamo zu verbringen, so dass bei Kassensturz lediglich 25 Eintritte zu verzeichnen waren. Die katholischen Kirche wäre stolz auf eine solche Zahl, für uns wars okay…Als dann begannen Lara Korona aus dem malerischen Dippoldiswalde samt ihrem postig-angehauchten Scream-doom-rumpel-core den Abend mit launigen Ansagen wie: „ wir sind sau im Arsch, ich hoffe man merkt uns das auch an…das entschuldigt für vieles“…keinem war klar, für was, denn sie boten eine tadellose show und waren eine gute Grundlage für ein von guter Musik zerfetztem Trommelfell… Zahlreich Handgeklapper und anerkennendes Nicken waren die Folgen…
Continents, die im Rahmen einer kleinen Tour mit einer aus SK-INc.-Mitgliedern rekrutierten Kapelle schon mal bei uns zu Gast waren, traten mit zwei Konzerten in einem Kalenderjahr in Fußstapfen a la Paper Beat Scissors und Willy Fog, letztere werden uns bald aus wohl verständlichen Gründen der gegenseitige Sympathie wieder beehren…ihr kurzes, prägnantes und unglaublich tightes Set bließ uns mal ordentlich die Birne durch. So werden Helden geboren und so wird man wohl noch öfters mal dazu kommen, diese Künstler zu sehen.
Die dritten im Bunde, die Schwedenhappen von HEART ON MY SLEEVE, stießen erst einen Tag vorher zur Reisegruppe dazu und ersetzten LARA KORONA, die ihrerseits nach dem Mainz-Konzert den Heimweg antraten. HOMS jedoch überzeugten ebenso vollends und so war es richtig geil, an diesem Abend mal alle drei zu hören. Ihr Screamo-HC war allererste Sahne und wieder einmal ist festzuhalten, dass eine Sängerin manchmal das gewisse etwas ausmacht.
Nach dem eigentlichen Konzert folgte die ebenso obligatorische Post-Sause, doch aufgrund des hohen Alkohol-Konsums kann sich der Verfasser dieser Zeilen an relativ wenig erinnern. Am nächsten Morgen jedoch verzweifelte er beinahe kläglich daran, das Haus in einem sauberen Zustand zu bringen…
Nun gut, zu einem Bericht gehören Dank-und Absagungen, genauso wie ein philosophisches Urteil:
Danke an Bands, Zuschauer, Hunde…
Danke an Toto, journey, Boston, Bon Jovi, Dorsy usw…
Danke an das Haus Mainusch und yes, ein weiteres Jahr Konzerte in ihm ist sicher…
und um es mit Uwe Rapolder, dem Alten Trainerfuchs zu sagen:
„ Wir müssen ein bisschen sehr zufrieden sein“…Recht hat der Mann!

06.09.2012 – PAPER BEAT SCISSORS + BLACK RIBBON + GHOST OF A CHANCE

Wie tausend kleine Glühwürmchen, nur in Grün!
Oder auch: An Evening with Steve Guttenberg!

Es war im Januar, da spielte ein uns bis dato nahezu unbekannter englischstämmiger Kanadier seine Akustikmusik. Wir waren hin und weg, die Zuschauer ebenso („I´m deeply touched“) und Tim alias Paper Beat Scissors am meisten. In seinen Dankesworten und Schriften erwähnte er das Haus Mainusch immer wieder als einer der besten und schönsten Konzerte, die er je spielte. Uns ging das runter wie Öl (höhö) und veranlasste einige Stempelkissler mit ihm in Kontakt zu bleiben. Als seine Planungen für eine weitere Europatour starteten, kam das eine zu anderen und wir holten diesen Ausnahmekünstler erneut an Bord. Zweimal denselben Künstler in einem Kalenderjahr, dass hatten vor ihm nur die Pappnasen von Willy Fog geschafft und keiner weiss warum…
Nun gut, der Termin war so gelegen, dass wir von einer Herbst show ausgingen im Haus, weil das Ambiente Tim damals sehr gefallen hatte. Als Vorsänger (Patent angemeldet für die Verwendung des Wortes in diesem Zusammenhang) stand schnell Black Ribbon fest. Die tage wurden kürzer, das Konzert rückte näher, das Wetter blieb gut, kaum Herbstgewitter, keine fallenden Blätter (Billy Talent weinte). Und so wurde beschlossen, ein Gartenkonzert zu machen…kurz nachdem dies feststand, kam der von uns auch shcon mehrfach verpflichtete Ghost of a Chance ins Team des Abends. Es war also ein rein akustischer Abend und mit der Kombination PBS/GOAC ein Januar-revival. Alle freuten sich, Tim war schon den ganzen tag in Mainz on the road gewesen, obwohl der von seinem ursprünglichen Plan in Gutenbergmuseum zu gehen absah.
Als highlight wurde Federweisser angeboten, herrlisch süß und süffisch…dazu eine lasershow die das EuroPalace in den Schatten stellte, und eine Meute feierwütiger, die wir nur allzu gerne bitter enttäuschten.
Denn das was kam, war alles andere als wilde Tanzmusik, GOAC eröffnete und spielte sich wie immer in die Herzen der Zuhörer, wie ein Zinedine Zidane an der Gitarre. Der Hof war still und seine Musik schallte weit in den Unicampus hinein, unterstützt von der Lasershow in den Baumwipfeln und der spärlichen Beleuchtung der Bühne eine einzigartige Lichtmischung.
Black Ribbon war heute alleine da, manchmal sind es auch mehr…aber auch er konnte seine fehlenden Mitmusiker gut wettmachen, fügte sich ideal in den Rahmen des Abends ein und wagte experimentelle Vorstöße…ganz klar der Günther Netzer des Abends, mit einer unglaublichen Eleganz zog der die Saiten der Gitarre und seine Stimmbänder in die Breite und schickte den gar nicht mal so heimlichen headliner PBS aus der Tiefe des Raumes auf die Bühne…
Denn was Tim aka Paper Beat Scissors darbrachte, war unglaublich…war es im Januar noch eine Art Pubfeeling mit schnatternden Menschen, hatte ich an diesem Abend den Hof des Mainusches noch nie so ruhig und bedächtig erlebt…Jeder Ton, den er sang und spielte, war ein Treffer, wie es früher nur bei Aktionen von Pelè der Fall war…mit seinen bescheidenen Deutschkenntnisse, die er nur allzu gerne darbot, brachte er uns zum schmunzeln, mit seiner Musik zum Träumen und Kopfnicken…Seine Platten fanden Reissenden Absatz und so war dies zum zweiten Mal binnen eines Jahres ein sowohl für uns als auch für ihn erfolgreicher abend…
Als nun das Konzert zu Ende war, war es an der Zeit abzubauen, den Federweisser leer zu trinken und sich mit einem guten Gefühl auf den Heimweg zu machen…Sommerpause zu Ende, Winter wird geil…
Dank an all die Menschen, die uns immer so lieb unterstützen
Danke an die Winzergenossenschaft für den frühen Wein
Danke an Petrus, dass er uns so lange schönes Wetter bescherte
Danke an die Piloten diverser Flugzeuge, dass sie von unseren Lasern nicht geblendet wurden
Danke ans Mainusch
Danke an die Künstler
Und danke an Paul Maslansky für Police Academy, egal welchen !!!!

08.07.2012 – ADORNO + SNAKES AND LIONS

Improvisieren ist alles!!!
Oder auch
Lets go to the rock show!!!

Ein Konzert zu veranstalten ist immer etwas Besonderes. Vor allem dann, wenn nicht alles glatt läuft. In den folgenden Zeilen möchte ich glaubhaft darstellen, dass man mit viel Leidenschaft und Hingabe seitens der Veranstalter und der Musiker einen nicht optimalen Rahmen würdig füllen kann.
1) Die Vorbereitung:
Mal wieder wurde es unruhig in unserer Hirnen und wir hibbelig…die wunderbaren ADORNO aus Portugal kamen nach Deutschland und das ganze für nur 4 Konzerte…umso größer die Froide als es uns gelang, sie zu überzeugen doch in Mainz im Haus Mainusch zu spielen. Als lokaler Act stellten wir ihnen die hervorragenden SNAKES & LIONS aus dem Rheingau zur Seite. Damit war der Rahmen geschaffen…dachten wir…aufgrund eines ethanolträchtigen Hardcore Konzerts und unserer Schusseligkeit war der Gerstensaft und andere Getränke nahezu leergetrunken… man fing unfreiwillig an zu reimen

Oh weh, oh Graus
Das Bier ist aus!

Das ist nicht fair
Die Mate ist leer!!!

Das erinnerte schon alles an pflichtdichtende Studentenverbindungen, nur dass wir nicht hatten, mit dem man hätte anstoßen können.
Also fuhren wir mit unserer Planwagen in die nächste Siedlung und plünderten den Saloon und ergatterten einige Kästen Greenfielder, Omas hausgemachte Zitronenlimonade und einiges mehr.

2) das Ankommen und aufbauen

als der Sonntag nahte, wurden wir langsam enthusiastisch, mussten nur noch abklären, wer wie die Boxen bereitstellte und zum Mainusch transportierte, und trafen uns dort…es wurde gekocht, getrunken und gewartet….und gewartet…und gewartet…denn obwohl uns das Wetter wohlgesonnen war(kühl, windig, keine durchgängige Sonne), ließen sich die Zuschauer Zeit mit dem kommen… „naja ist ja Sonntag und gestern war in Karlsruhe ja Festival“ „ naja ist ja semesterende, die kommen bestimmt noch“…leider war dem jedoch kaum so…ganze 17 zahlende Menschen fanden sich ein…das musste sich erst mal setzen bei uns…egal…wirklich scheiss egal…denn dann ging das Konzert los

3) Das Konzert

SNAKES & LIONS fingen an und spülten uns die Ohren mal richtig durch…mit ihrem sehr eingängigen Metalcore prügelten, schrien und hämmerten sie uns die trübsinnigen Gedanken an einen schlechten Sommer, an die wenigen Leute, an einfach allem schlechten aus dem kopf…und das war gut so…Sänger Chrisse ließ sich noch nicht mal von einer Beinverletzung („das suppt echt hart“) nehmen, wild rumzulaufen und zu springen wie ein Springteufel…Fussball is eben doch nich alles…man merkte ihnen die Freude an, zu spielen und das taten sie auch des Öfteren kund…seit Monaten hätten sie sich schon auf das Konzert gefreut grade weil sie mit einer solch tollen Gruppe wie ADORNO…
Auf die komme ich jetzt zu sprechen…als sie anfingen, wurde auf einmal alles andere ganz egal…unsere weißrussischen und dänischen Gäste, die extra wegen ihnen gekommen waren, bewegten sich im Takt genauso wie wir und die unverständlicherweise wenigen Gäste, denn jeder der die folgen Zeilen liest und nicht da war, soll sich gefälligst in seinen Allerwertesten beißen.
Die vier Jungs, ursprünglich aus Portugal, nun teilweise in New York und Barcelona beheimatet, verzauberten uns…es wurde mitgesungen, getanzt und heftigst mit dem Kopf genickt…all ihre Lieder waren von den platten bekannt. Alle? Nenenenenenene, denn als sie schon aufhören wollte, verlangten wir so nachdrücklich eine Zugabe, dass sie ein bisher unveröffentlichtes Lied anstimmten und man ahnte, dass dies nun eher eine Jamsession denn ein bis ins letzte durchdachte Konzert war…man merkte wie die Band es genoss, dass es uns gefiel und dass wir in geringer Zahl ihre Musik abfeierten wie eine riesige Meute..als sich der Schlagzeuger grade die Schuhe anzuziehen begann (aha…hatte ich das unterschlagen???…er spielte barfuß) spielten die Gitarristen einfach weiter und so wurde noch drei Minuten länger gezockt…später erfuhr man dass diese letzten Minuten komplett improvisiert waren, und das passte irgendwie zum ganzen Abend…unvorhergesehen, nicht wissend wie es endet, aber gelungen…

4) der Schluss und Danksagungen

Im Anschluss wurde noch weiter getrunken, gefeiert und gelacht(auch dank bewusstseinserweiternden Mitteln)…die Skate-punk party begann…die BLINK 182-Liste hatte es echt in sich…

Fazit: Man kann sagen was man will…es kommt nicht auf die Anzahl der Besucher, sondern vor allem auf ihre Bereitschaft, sich der Musik zu öffnen und sie zu genießen an. Dabei ist zu beachten, dass durch positive Signale an die Musiker etwaige Zugaben länger und intensiver ausfallen können, was das familiäre Gemeinschaftsgefühl stärkt und somit die Verbindungen zwischen hörendem Ohr und klingendem Instrument eng zusammenschweißt.

Danke an die beiden ganz hervorragend wunderbaren Bands…man merkte euch an, dass auch ihr Spaß hattet.
Danke an alle die da waren…
Danke an die stets gewährte Gastfreundschaft des Haus Mainusch…

Und um es zusammenfassend mit dem Fussballphilosophen Andi Möller zu sagen: Vom Feeling hatte ich ein gutes Gefühl!

22.06.2012 – JOIE DE VIVRE + THIRST

Süßer die Feste nicht fallen
Oder auch
SPIEL LANGSAM III – Operation Klaus

Anfang Juni im sachen-anhaltischen Wernigerode:

Klaus S. Anta und seine Frau Gerlinde sitzen im Wohnzimmer und schauen das große Sommerfest der Volksmusik, als Tochter Susanne anruft:
Susanne: „ hey eltern, wie geht’s euch??? Schon alles vorbereitet?“
Klaus: „ was soll ich vorbereitet haben?“ Er streicht sich durch seinen langen, weißen Bart.
Susanne: „na habt ihr das nicht mitbekommen? Die Spielzeugindustrie hat aufgrund der schlechten Konjunktur ein zweites, sommerliches Weihnachtsfest ins Programm genommen!“
Klaus: „ WAAAAASSSS???!!! Und wann?“
Susanne: „ am 22.6!“
Oh shit, denkt sich klaus und überlegt… da kommt ihm eine Idee!

Mainz, kurz danach:

Mal wieder ist es unerträglich heiss, stickig und verraucht in der SK-Inc. Zentrale Mainz-Mitte. Das Telefon klingelt ganz weit weg, während sich halb aufgegessene Sandwiches mit nicht ganz leergetrunkenen Bierdosen die Klinke in die Hand geben. Schläfrig versuche ich den Hörer zu ertaste ohne die Augen aufzumachen…zu hell, zu viel kopfweh, zu viel Kater, einfach zu viel…
Ich: „ ja ?“
Eine tiefe, brummelde Stimme antwortet: „hier ist der Weihnachtsmann!“
„und?“
„ihr müsst mir helfen, SK-INC-TEAM! IHR MÜSST WEIHNACHTEN FEIERN!“

Mainz, 22.6.

Wie der Zufall wollte, stand an diesem vorbestimmten Tag auch schon ein Konzert fest. Unsere Nachwuchshoffnungen von Thirst (einst unter ihrem ALTER EGO „THIRSTAMENT“ bekannt) sollten die wunderbaren und hoch angesehen JOIE DE VIVRE supporten und damit ein weiteres absolutes highlight für unsere Historie schaffen. Zudem beteiligte sich mit I.Corrupt-Ingo auch ein alter Haudegen der Wiesbadener Musikszene. Also überlegten wir nicht lange, schlüpften in unsere Elfen Kostüme und machten uns an Planung für Geschenke, Deko, Essen und natürlich weihnachtliche Plätzchen und Getränke…schwierig und ungewöhnlich aber nicht unmachbar…CDS wurden gebrannt, Tapes bespielt, Kekse gebacken und Glühwein und JägiKao hergestellt…Schade einzig, dass an diesem Tag auch EM war und somit einige Pappnasen sich lieber ein langweiliges Fussballspiel mit 6 Toren reinzogen als hervorragende Musik. Gegen zehn eröffneten Thirst ( auch schon unter THIRSTALLICA auf tour gewesen) den Abend und beruhigten all jene, die ob des sehr plötzlichen Weihnachtsfeierns ein bisschen überrumpelt oder natürlich aufgeregt waren. Besinnliche Musik für eine Besinnliche Zeit. Als JOIE DE VIVRE, die sich 2011 wieder reuniert haben, ihre Musik begannen, konnte man sich nur glücklich schätzen, solch gute Musiker und vor allem nette Menschen mal wieder an land gezogen hatten. Man musste unweigerlich an Weihnachten denken, als immer wieder Herr Klaus S. Anta, der es sich nehmen ließ dann doch mal vorbei zu kommen, mit einem Tablett voller jägermeister umherlief und laut HOHOHO rief, zudem die Trompete wunderbar daherspielte und mitsamt all der anderen Instrumente einen wunderbaren Klangteppich im Mainusch aufbaute…Knapp über vierzig Menschen feierten mit uns Weihnachten…es war so schön…nach dem Konzert unterhielt man sich, trank noch das ein oder andere Getränk und erfuhr so einiges von den Joie de Vivre Musikern über amerikanische Bierpreise, den geschmack der dortigen Gerstensäfte und einiges mehr von Übersee
Auch wurde von ihrer Seite das Haus Mainusch gelobt, die Familiäre Atmosphäre in ihm und vor allem auch die Herzlichkeit der teilnehmenden Menschen. Und genau deshalb muss das Mainusch bleiben!!! Ein letzter Frei-und Freuraum für alle, die konzerte machen und besuchen, für alle Musiker_innen, Köche, Helfer_innen, Elfen, Weihnachtsmänner- und frauen. Das darf uns nicht weggenommen werden

Deshalb danken wir auch dem Mainusch zuerst für Obdach und Zuflucht, für alle die Möglichkeiten die es bietet.
Wir danken denen die uns immer unterstützen, ob mit keksen, schnapps oder auch nur dem Eintrittsgeld.
Wir danken den Bands, die den Abend einfach wunderbar machten.
Wir danken den Griechen, dass sie tapfer kämpften, schade es hat nicht sollen sein.
Wir danken auch vor allem Klaus S. Anta, dass er uns beauftragte…empfehlen sie uns weiter!

28.05.2012 – RUINS + ROLLERGIRLS + AFFECTIVE INSANITY + MUSTERMANNMUSIK

Whats your name again???
Oder auch
„wenns ihn geben würde, tränke ich nur Tantrum“

Ungünstige vorzeichen vor unserem Konzert am Pfingstmontag: es ist letzter tag vom open ohr, gefühlte 120 grad warm und an diesem tag „das Großereignis 2012 in Mainz“. Ein österreichischer Energydrinkhersteller, der sich durch enorme Unverfrorenheit drei Fussballvereine samt ihrer Geschichte, eine Formel 1 Marke und demnächst auch bestimmt die Seniorentennisabteilung von Schott Mainz einverleibte, wollte dasselbe mit der gesamten Mainzer stadt tun… unter dem Deckmantel „operation Flugtag“ sollten sämtliches Mainzer und Sogar Wiesbadener Jungvolk( plus einige weiterher angereiste) durch gezielte Werbemanipulation und „action“ abhängig von Spass, Freude und Energie gemacht werden. Nicht so mit uns, denn wir hassen Spass und Freude und Energie ist nur was für Kernkraftwerke aber nicht für uns…Da wir ausserdem eine generelle abneigung gegen Bullen hegen, ob nun rot, grün oder blau, machten wir den Gegenentwurf und veranstalteten ein Konzert…haha den zeigen wirs…ihr werdet schon sehen…neben den auf tour befindlichen RUINS und ROLLERGIRLS luden wir uns die Herzebobbelsche von AFFECTIVE INSANITY(auch unter ihrem alias Amnesty International oder Attractive Infinty bekannt) ein, um mit ihnen zum Tanztee aufzuspielen…als Schmankerl und warm-up-act holten wir den Einheizer Peter alias MUSTERMANNMUSIK….dieser legte direkt mal gefühlvoll und zugleich bedrückend vor…seine akustischen emotionalen Lieder waren wunderbar…danach bestritten AFFECTIVE INSANITY ihren wahrscheinlich (fast) letzten Auftritt und brachten die Wände des Mainuschsken Anbau nicht nur zum wackeln sondern auch den ein oder anderen Nacken, denn ihr gut gefrickelter (jazz)-metalcore ließ den putz rieseln…aber erst bei ihrer Zugabe zeigte sich, dass die fünf auch was von musik verstehen…ähnlich ging es weiter mit dem Darmstädtern von ROLLERGIRLS, die ihren fast gesanglosen postemo perfekt ablieferten…herzen erfreut, ohren zerstört, aber glücklich…mit den RUINS schloß sich dieser musikalisch hervorragend runde abend. Die Band aus Bielefeld, der Stadt, ob deren Existenz sich schon ganze Generationen auseinandersetzten, zog noch mal alle Hardcore Register auf ihrer „Prügel-und-Mosh-Orgel“ und zerstörte zumindestens für diesen Abend das letzt verbliebene Hörvermögen…aber es war geil und zwar sowas von…und den Leuten, die nicht da waren, sei gesagt: ihr habt was verpasst…das nächste mal scheisst auf Energy Drinks und Flugtage…im Mainusch flog nämlich die Kuh aber sowas von…
Zum Schluss obligatorisch:
-dank an die hervorragenden Bands
-dank an unsere Köche…den Spargel hat man am nächsten Tag noch gerochen :D
-wenig dank an das gute Wetter dass uns den ein oder anderen Gast klaute
-dank aber an die unentwegten die da waren und ihre Nackenmuskulatur trainierten(und natürlich die Leber)

Wir möchten auch nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir alle große anhänger vom Haus Mainusch sind…dieses in Mainz einzigartige Kulturgut ist verteidigungswürdig…es darf nicht weggenommen werden…wir denken, dass wir auch den hier immer wieder spielenden Bands aus der Seele sprechen, dass ein solches Haus mit einer Solchen umgebung einzigartig ist und immer für einen gelungenen Abend garantiert…
Also kämpft fürs Mainusch… ES MUSS BLEIBEN!!!

03.05.2012 – SPRAYNARD + CAVES

Ingo, der Doppelgänger!!!
Oder auch: do you have Wifi???

Ach ja…Mal wieder Donnerstag…wieder ganz gutes Wetter, das nochmal schlechter und dann wieder besser wurde…und wir ??? machen ein Konzert…mal was anderes…immer so emokram und postrock…und hardcore…nee keinen Bock mehr drauf…ohne mist…mehr pop…mehr punk…mehr partymusik…und das taten wir dann auch….mit den beiden wunderbaren Bands SPRAYNARD und CAVES betraten wir musikalisch ein wenig neuland und wir waren gespannt wie viele menschen unserem Aufruf Folge leisten würden… nun ja das Wetter war eigentlich gut und daher rechneten wir nicht mit so vielen Leuten, zudem hatte Tragic Vision absagen müssen aufgrund Einer Handverletzung des Gitarristen…aber nun gut…mal schauen…da saßen wir nun und es kamen leute aus aller Herren Länder, die gerne auch gutes Geld gaben um den Eintritt zu Löhnen, da hier immerhin nicht nur Inseleuropäer( Caves aus UK) sondern sogar ÜberseeKünstler( Spraynard aus US) zum Tanz baten…Als Caves loslegten, waren knapp 25 da aber die machten Stimmung wie fuffzisch…es wurde gepogt, mitgegrölt und geschwitzt…dazu noch die obligatorischen Schnapsrunden und Jägirufe… Caves wurden kräftig gefeiert und fühlten sich auch pudelwohl…teile der band sprachen sogar von ihrem besten Deutschlandkonzert…
Als man danach eine Zigarette geraucht und ein neues Kaltgetränk(neben bier gab es diesmal auch Wein) gekauft hatte, legten Spraynard los wie die Feuerwehr…ihr melodischer PopSkatePunk kam ebenso gut an wie ihr Plattencover, dass uns alle an einen guten Freund erinnerte, welches auch sofort festgehalten wurde in fotografischer Hinsicht… Da sich bei Beginn ihres Konzertes noch 10 Leute mehr einfanden, die aber ebenso nach vorne wollten, wurde es vor der Bühne kuschelig, während man im Thekenbereich auch Tai-Chi machen konnte…sie verstanden es hervorragend, die Leute zum tanzen und mitsingen zu animieren, was vor allem daher herausgehoben werden muss, da selbst die Meute zweistimmig sang…das war schon grandios…weniger grandios verhielt sich jedoch ein Zuschauer, der voll wie eine Medizinvorlesung ins Schlagzeug fiel und zudem noch einen weiteren Zuschauer durch Gesten beleidigte…und so kam es zum ersten mal zu einer ernsten Situation mit einem Zuschauer…denn vor der Tür steigerte er sich in sexistische, Homophobe und menschenverachtende Beleidigungen rein, sodass er innerhalb von 10 Sekunden sämtliche Mainusch und SK-Inc. Richtlinien missachtete und von uns unfreundlich und bestimmt rausgeworfen wurde….

Um es nochmal klar zu machen: wir dulden keinerlei sexistische, homophobe, rassistische, antisemitische oder generell menschenverachtende Beleidigungen, Gesten oder Symbole…wir heißen alle willkommen und wollen, dass sich die Leute wohl fühlen…dafür müssen allerdings unsere Regeln beachtet werden…denn nur so kann Untergrund- Kultur funktionieren… und Störenfriede werden rausgeworfen da kennen wir kein Pardon…

Nichts destotrotz danken wir den beiden Bands und West Ham United für den Sieg ;-)
Ebenso danken wir erneut dem Mainusch, dass wir bei euch immer zu Gast sein dürfen…DAS MAINUSCH MUSS BLEIBEN!!! Geht alle hin und unterstützt dieses kleine Paradies des Alternativen Lebens in Mainz…
Mir bleibt noch zusagen: Oi!

27.04.2012 – CALEYA + FUCK, WOLVES! + RISSE + FLO UND PAUL UND FLO

Oops they did it again
Oder auch: The same procedure as last year, mr. griffon???

Es ist donnerstags mittags im stickigen SK-Inc HEadquarter Mainz-Neustadt(famose Lüge). Die Sonne scheint erbarmungslos sengend in unser ungeputztes Fenster herein, im Raum riecht es säuerlich nach Schweiß, altem Kaffee und kaltem Zigarettenrauch (Alles wahr)…die Tagesbereitschaft geht grade ihrer Arbeit nach und schläft ihren Rausch aus als das Telefon klingelt. Wer wagt es mich aus meinem Mittagsschlaf zu reißen, denkt sich der wackere Geselle und steht langsam auf um sich auf die Suche nach dem ScheissDing zu machen…verdammter erbarmungloser Scheiss April, denkt er sich, als er samt Kippe im Mund endlich die Quelle des unerträglichen Gebimmels gefunden hat. „Ja?“ „ Hi, hier ist grand Griffon“…und dann waren sie da, die Flashbacks, die Déjà-Vus, die Alpträume mit weinendenden Menschen und verzweifelten Kindern auf der Suche nach guter Musik… „oh, nein, bitte nicht nochmal“ „Doch, es tut uns leid, euch mitteilen zu müssen, dass wir leider nicht spie…“ weiter kommt er nicht…unser Mann in Rot drückt wehklagend den Notfallknopf und bei den Mitgliedern der Special Force klingelt das Handy…Lagebesprechung…die haben es nochmal gemacht…oh nein und jetzt…abblasen???…wieder nur Ersatz suchen??? Doch dann die rettende Idee…einfach Konzert trotzdem machen und einfach eine Spontano-Band aus der Versenkung holen…
Freitag: Das Wetter hat sich dem April angepasst und es regnet, dann scheint die Sonne, dann kommt der Monsun…wie in Vietnam nur ohne Friedensbewegung…hier gibt es regeln, würde Walter zu Smokey sagen…und die Regeln besagen, dass man Konzerte veranstaltet auch wenn wieder eine Band abgesagt hat…dafür wurde erstklassiger ersatz gefunden…die Deutschpunk-Urgesteine FLO UND PAUL UND FLO rotteten sich noch einmal zusammen, um dem System einen verdammten Tritt in den Arsch zu verpassen…während die vorbereitungen noch auf hochtouren liefen, immerhin mussten 20 menschen verköstigt werden und die getränke aufgefüllt, wurde im Anbau nochmal schnell geprobt und aus dem Stehgreif ein weiterer bahnbrechender Hit geschrieben…als dann eben diese Legende das Konzert eröffnete, verschwand die Bitterkeit und Traurigkeit aus den fast in Depression gefallen SK-Mitgliedern, da sie sich überlegten: was haben wir falsch gemacht? Liegt es an uns? mag uns Grand Griffon nicht mehr??? Hat er eine Andere Konzertgruppe lieber??? Egal und weggeputzt durch den rauen, Agressiven Charme der drei ausnahmemusiker… Danach wurde es ein wenig musikalisch ein wenig anspruchsvoller als RISSE uns zeigten, dass auch aus Aachen erklassige sachen kommen, wenn schon die Alemannia absteigt aus der zweiten Liga…ihre Musik gefiel uns sehr…
Ihnen folgten unsere Quasi-Homies von FUCK, WOLVES! Ihnen dieses Konzert zu vermitteln, war ein lang ausgereifter Masterplan, da wie viele bestimmt wissen, die Band im vor nicht allzu langer Zeit Opfer eines Überfalls der in Berlin durchaus gefürchteten STREET FIGHTER geworden ist und wir es als Freunde (nicht nur musikalisch) als unsere Pflicht sahen, ihnen unter die Arme zu greifen und sie zu unterstützen…
Die folgende Band war wieder einmal für viele ein weiterer kleiner Höhepunkt, denn CALEYA sind sehr hoch angesehen bei uns Stempelkisslern… das sahen auch die knapp 45 zahlenden Gäste des Abends so, was aufgrund zahlreicher Parallelveranstaltungen immer noch ein respektabler wert ist… Die Jungs legten den Anbau musikalisch in Schutt und Asche und wurden durchaus gefeiert…Apropos Feiern: die Feier mit den erneut nicht angetreten Grand Griffons wird im August nachgeholt und da gibt es kein Pardon, man kann auch ohne hände gitarre spielen, und wenn die Stimme weg ist, dann pupst man halt ins Mikro….wir zählen auf euch…im Haus stieg im Anschluss an das Konzert eine Death Metal Party, die sich gewaschen hatte, während ein Teil der Gruppe richtung 8-bit abwanderte und ein weiterer im Haus von einem Sk’ler die sau raus lies… unbestätigten Meldungen zufolge wurde noch um 7 uhr morgens im Haus Mainusch Klavier gespielt…
Danke trotzdem an die Nachbarn, die diesmal keine Ordnungsmächte holten
Danke an die die da waren und mit uns feierten
Danke an die Bands
Danke ans Mainusch… ES MUSS SO BLEIBEN!!!!
Danke an Obituary und Death für stilprägende 80er Alben
Und mir bleibt nur ein Wort zu sagen : Vielen Dank!

21.04.2012 – SENORE MATZE ROSSI + COWBOY POETRY + FRIENDS AND LIARS

Zukunftsmusik

hach…mainz ist doch immer noch schön…und zwar schön bunt und (inzwischen) reich an wirklich tollen locations…das dachten wir uns auch…und weil wir grade eh vorhatten, mal nen wieder ruhigen konzerttag abzuhalten und das Mainusch belegt war wie ein wurschtsemmel, dachten wir uns: YEAH!!! endlich können wir reinen gewissens mal im ATELIER ZUKUNFT was machen…und dazu laden wir tolle künstler ein…so zum beispiel MATZE ROSSI, im folgenden der SENORE genannt…zudem bestellten wir die ebenfalls solo unterwegs seienden Künstler COWBOY POETRY und FRIENDS & LIARS dahin…und zwar ohne widerworte und mit extra scharf…da wir dachten, dass das Mainusch belegt wie das oben stehende Wurschtbrot sei, waren wir zuerst verwundert, als wir hörten dass das Atelier ZUKUNFT an diesem Tag belegt wie eine ganze Brotplatte war…zuerst ein flohmarkt, dann wir und dann noch eine geburtstags-märchen-techno-party…egal…war es auch hat nämlich (fast alles) reibungslos gefunzt…aufgrund der vorherigen veranstaltung, aber auch den nicht so viel selbst zu organisierenden Sachen, konnte man alles ein bisschen gemächlicher angehen lassen.

Mit dem Lokalpatrioten thomas von Friends & Liars gings dann auch schon im gut gefüllten Saal los und er wusste zu Begeistern…sie kennen ihnen vllt aus Serien wie Jacuzzi.tv Folge 1…Gewürzt wurde sämtlich Auftritte übrigens mit gelgentlicher Betätigung der Klospülung, das sich das Abort in unmittelbarer nähe zum Künstler befand…Auf Thomas folgte Philipp a.k.a. COWBOY POETRY, ebenfalls nur mit seiner Stimme und seiner Gitarre bewaffnet, mit denen er ebenso gekonnt umgehen konnte… Als der SENORE nun den Boden(denn die Bühne war besetzt von einem riesigen DJ-Pult) betrat, legte sich ein Schweigen über die Menge von knapp 60 Menschen…viele von uns mochten schon seine frühere Band TAGTRAUM sehr gerne und als er nun da stand, war das für einige ein wundervoller tag und wieder mal die erfüllung eines kleinen Wunsches…diesmal ganz allein, was, wie er uns sagte, vor allem daran lag, dass er mit seiner begleitband sseit knapp einem halben jahr nicht mehr geprobt hatte :) , beschenkte er uns alle mit seinen schönen Liedern und entschädigte uns auf diese Weise für den bisschen Stress den wir an dem Abend gehabt haben… Selbst die schon für die party gekommenen Menschen lauschten ruhig zu und keiner war traurig, dass wir die angepeilte Zeit einfach ein bisschen ausweiteten, weil wir selber und, wie man merkte, Matze extrem viel freude an dem Konzert hatte…

Nachdem nun alles schnell weggeräumt und abgerechnet war, kam man zum nächsten teil, nämlich der techno party, aber davon versteh ich nicht so viel :D

danke auf jeden fall an die wieder zahlreichen gäste, danke auch ans Atelier zukunft, ich denke wir werden sowas öfters dort machen, danke an die Musiker, danke an den Architekten, der diese Treppe so scheisse steil gebaut hat, dass man sich mit Absicht nicht betrinkt, weil man sonst nicht runterkommt. Danke an Euch, dass ihr es möglich macht sowas zu veranstalten…ach und ♥-lichen Glückwunsch an den BVB zur Verteidigung der Meisterschaft. Aloah, besuchen sie uns bald wieder so am 27.4 im Haus Mainusch zu Grand Griffen, Caleya, Fuck, Wolves! und Risse…

08.04.2012 – FRAU POTZ + LOVE A + LOWKNOX

Mayor o grande fiesta en la casa mainusch oder auch
Eine Mexikanerparty, die gefeiert werden musste!!!

Wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist, ist Ostern das Fest der Diebe…nämlich der Partydiebe, da uns die (Achtung IRONIE) einzig wahre und wunderbare katholische Kirche samt unserem Staat dank ihrem von uns (Achtung IRONIE erneut!!!) sehr geachteten und vollkommen akzeptiertem Tanzverbot an den Kar-Tagen beklaut. Um Problemen entgegenzuwirken, dachten wir uns, lasst uns sonntags was machen, wenn man darf und dazu eine Band der Liebe holen. Die Planung lief auf Hochtouren, David Hasselhoff musste leider passen aufgrund seiner Show in Vegas, die Scorpions retteten sich dank ihrer Auflösung und Bryan Adams hatte einfach keinen Bock…schade…aber man kann sagen, dass das eh nur Ersatzideen gewesen wären, denn wir angelten uns ein Super Package mit FRAU POTZ und, jetzt kommts, LOVE A (darauf ein high five). Dank unserer Connections in die nahgelegene Pfalz lotsten wir zudem LOWKNOX gen Mainz, eine band mit mehr Sängern als die drei Tenöre…es winkte also mal wieder ein grandioses Konzert…doch um alles mal auf die Spitze zu treiben, entschlossen wir uns, neue Wege zu beschreiten und eine Mottoparty zu machen ohne die menschen richtig zu informieren, nur um zu sehen, wer denn alles einfach so mit sombrero und aufgemaltem schnorres rumläuft…dafür wollten wir keine kosten und mühen scheuen und eine live akustikperfomance von Tito&Tarantula organisieren…scheiterte an ihren forderungen…hellblaues klopapier mit blümchenduft konnten wir uns einfach nicht leisten…soweit sogut…wir beließen es dabei, western zu zeigen, mariachi musik zu spielen und die deko dank einer playmobilspende ein bisschen aufzupeppen…das highlight jedoch war eindeutig der von Herrn S. und Fräulein H. hervorragend gemixte MEXIKANER, ein wunderbarer shot aus diversen Ingridentien…soweit zum ambiente…

Der Anbau war bestens gefüllt, als Lowknox diesen abend eröffneten und mit ihrem modernen Punk viele ohren beglückten…während dessen flogen im Haus die fäuste, aber nur auf der leinwand…Im Anbau ging es weiter mit Love A, die 4 Trierer Jungs begeisterten mit ihrer Musikoffensive die Massen und erspielten sich viele Fans…Erneut wurden danach Filme gezeigt und es kam zum heimlichen Highlight dieses Abends…Als wir die Planung vornahmen kam uns die Idee, einen Besucher hoch zu erfreuen und ihm mithilfe eines Loses ein Geschenk zu machen, nämlich eine prall gefüllte pinata in unverwechselbaren, da hoch aktuellem Look…zu guter Mariachi musik durfte die glückliche Gewinnerin auf unseren (erneute IRONIE) hochverehrten Literaturnobelpreisträger Günni G. eindreschen und ihm die Süßigkeiten aus dem Bauch raushauen…während dessen mussten wir die Kasse wegen ÜBERFÜLLUNG(!!!) schließen, es war unglaublich voll und kuschelig…danach enterten die Nordlichter von Frau Potz den Anbau…Während ihr Album den klangvollen Namen „lehnt dankend ab“ trägt, nahmen wir sie dankend an und feierten zusammen mit Ihnen einen super Auftritt. Im persönlichen Gespräch erfuhr man von den Problemen der norddeutschen Provinz. Der Musikus mit der kürzesten Proberaumanfahrtszeit muss immer noch eine dreiviertelstunde Fahrt zurücklegen…daher ist Ihnen noch höher anzurechnen, dass sie nicht nur Zeit für Proben und Aufnahmen finden, sondern auch einfach mal eine tour quer durch Deutschland und Grenzgebiete durchziehen… Danach hörte man sich noch ein paar mal die Mariachi CDs an und leerte die mainuschsken Biervorräte, der Mexikaner war schon lange leer und wärmte von innen. Als sich die CASA MAINUSCH langsam leerte, wurde uns bewusst, dass erneut ein Konzert unglaublich gut gelungen und über die Runden gebracht wurden…

So bleibt mir zu danken, mit letzter kraft und tinte
Was soll ich denn noch sagen, hab ich noch nicht erzählt
Danke an die leute, die uns besucht haben
Danke auch an die, die bei uns spielten und uns somit erfreuten
Und ganz besonderen Dank an die Mixer des Mexikaners AIAIAIAI!!!
Uns schaut vorbei bei unseren kommenden Konzerten.

15.02.2012 – ALPINIST + PATSY O‘HARA

Das ist Mittwoch, nicht Büttelborn (frei nach Aykut Anhan)

Die schwersten Tage des Jahres warfen ihre Schatten voraus… Fassenacht stand vor der Tür und auch die SK-Inc.‘ler überlegten fierberhaft, wie wir die „tollen“ Tage gebührend zelebrieren könnten. Der erste Vorschlag klaus+klaus einzuladen wurde mit dem Hinweis auf die sexistischen und zoophilistischen Inhalte ihrer Lieder(„eiermann“ “ da steht ein pferd auf dem Flur“) vom Tisch gefegt… der nächste grandiose Einfall: „Szenischer Abend in Pastellgelb (oder Hubnik, der Barbar)“, ein Stück in 2 Akten mit Igor de Camargo als sterbender Schwan, Roman Hubnik als Berzerker und Michael Skibbe als Retter in der Not… das Problem war nur, dass Michael Skibbe entlassen wurde und somit für uns nicht mehr als Retter tragbar gewesen wäre. Dann dachten wir uns: Boah lass mal kurz vor Fastnacht was verrücktes machen und einfach ein Konzert veranstalten mit coolen Bands, variablem Eintritt und netten Menschen… Skepsis, Ablehnung und sogar Angst machte sich auf den Gesichtern breit…Musik, Bier, Menschen und dann auch noch Bands? Na gut, wir wagen es: gesagt getan; es gelang uns die (zurecht) hochgelobten ALPINIST und PATSY O‘HARA nach Mainz zu locken unter dem Versprechen zu kochen, ihnen Kost+Logis zu bieten und sie zu bespaßen…wenn die wüssten, hahahaha… Dann kam er, dieser Mittwoch, ja Mittwoch und nicht Freitag, auch wenn einige das so konsequent verdrängten, dass man sich unweigerlich an die oben erwähnte Zeile erinnert fühlte…nun gut, nachdem Getränke gefüllt, Essen gebracht und Bands gekommen waren, fing der Spass erstmal im Haus an, da diesmal der AUX Ausgang funktionierte, sodass die ersten drei Gäste(danke an euch)direkt an der Theke ihren Eintritt blechten. man saß also nichtsahnend rum und trank ein Bier( vllt auch 3 bis 4), als auf einmal der Ruf durch den Raum hallte: Es geht los… und wie… wieder mal hatten sich an die 70 leute versammelt, um im für Klaustrophobiker ungeeigneten Anbau PATSY O‘HARA zu sehen…geil,geil,geil…düster,schwer, angenehm agressiv und einfach nur gut…nun denn, frisch, fromm, fröhlich, frei schloß man die Kasse zu und machte sich nach einer weiteren halben Stunde Biertrinkerei wieder in den Anbau zu ALPINIST…und auch hier das altbekannte Bild: es war voll, warm,laut und die Musik hervorragend…auch danach kam die altbekannte Tradition zu tragen, sich einfach für weitere Stunden der Unterhaltung im Thekenbereich zu widmen, zu trinken, zu schwatzen, zu schwärmen (boah…geil…echt jetzt…dieser MATE EisT ist der Hit) oder einfach um der Konservenmusik zu lauschen…und wieder einmal ging ein schöner Abend dem Ende entgegen und man musste sich unweigerlich bewusst machen, dass Fastnacht nun drohte…
Trotzdem sei gesagt: Danke an alle Helfershelfer und -innen; an die beiden super netten Bands, ans Haus Mainusch(also das Gebäude), dass es trotz der Überschwemmung nicht ans zusammenbrechen dachte; Ernst Neger(für den Namen können wir nix); Mario Basler und seiner Mutter und seinem Vater, ganz besonders jedoch seinen Eltern…

Fotos von Alpinist gibts hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.336231106429661.91492.299940810058691&type=1

12.01.2012 – PAPER BEAT SCISSORS + GHOST OF A CHANCE

thursday i`m in love

soso! Donnerstags also eine kulturshow ohne freien eintritt und ultimatives besäufnis auf dem Campus in Mainz. sachen gibts! und was kommen für bands? wie keine bands, nur 2 typen samt ihrer gitarren? aha, weitere novi also. na, ob das gut geht!? und es ward gut gegangen, sehr sogar. aber alles der reihe nach…schon zu nachmittagsstunden fanden sich allerlei fleißige helferlein im hause mainusch ein, um zu kochen, kühlschränke zu füllen oder zu versuchen, die anlage zu laufen zu bringen, was misslang(später wurdne wir doch darauf hingewiesen dass man einfach auf AUX stellen muss, danke dafür, nicht dass wir das eine halbe stunde lang versuchten). so nach und nach füllte sich die spelunke mit menschen, bekannten und unbekannten. Am Eingangsbereich empfing ein SK-Inc. Begrüßungskomitee jeden Gast mit Applaus. als ghost of a chance begann, konnte jedoch keiner ahnen, dass danach noch 30 leute kamen, die sich alle ärgerten, nicht vorher gekommen zu sein. das ambiente mit kernzenschein, glühwein- und kaka(o) (mit sch(u)iss)-geruch und der schönen gitarrenmusik legte eine ganz besondere stimmung über die menge und das ganze haus. teilweise kam man sich vor wie in einem pub, zwischen den liedern wurde geschwatzt (teilweise auch während dieser, was zu heftigen PSSSSSS-konversationen führte). dass wir zu Beginn von Paper beat scissors die kasse zumachen konnten und annähernd 70 zahlende Nasen(samt deren inhaber) erschienen war, zauberte uns ein zusätzliches Lächeln auf das Gesicht. Wieder einmal haben wir es geschafft, viele menschen zu mobilisieren und zusammen einen schönen abend verbringen zu lassen. Paper Beat Scissors war der perfekte Abschluss dieses Abends und gleichzeitig ein perfekter start in ein super Jahr. Er sang laut,leise,melancholisch und einfach nur schön, von sich selbst begleitet, was wie auch bei ghost of a chance schon eine perfekte Symbiose war. Es folgten spontane Beifallsbekundungen, jägi-runden und typische SK-Inc laute( WHOOOHOOO!!!). Nach der Show stand man noch zusammen, trank das ein oder andere Bier( oder glühwein) und war froh, einen erneut so schönen abend verbacht zu haben.
es bleibt festzuhalten: danke an die, die da waren. danke an ghost of a chance und paper beat scissors. es gibt kein englisches Äquivalent zu doch! und egal ob mit oder ohne schuss, veganer kakao schmeckt nach Lebkuchen (liegt am zimt).
des weiteren mal anzumerken:

15.02. – ALPINIST + PATSY O‘HARA
08.04. – FRAU POTZ + LOVE A + tba
27.04. – GRAND GRIFFON + CALEYA + tba
03.05. – SPRAYNARD (us) + CAVES (uk) tba

04.12.2011 – COUP D‘ETAT + SAILING ON + AYAKASHI

Als wollte es uns Petrus heimzahlen, dass er wochenlang nicht aufs Klo gehen konnte, fing es an diesem Sonntagmittag zu regnen an und hörte auch nicht mehr wirklich auf. Dabei war doch das letzte SK INC-Konzert des Jahres geplant mit Coup D´etat, Sailing on und Ayakashi. Nichtsdestotrotz fing man wie immer gewohnt mit dem Aufbau an, wobei immer noch einige Verirrte der Party des Tages zuvor das Mainusch bevölkerten. Da es Sonntag und regnerisch war, zudem der Tatort gaaaanz toll sein sollte, rechnete man nicht grade mit großer Hörerschaft. Um so erfreulicher, dass bei Kassensschluss ingesamt 30 Nasen den Bedingungen trotzten und sich mit uns und den Bands einen schönen Abend machten. Die noch in den Kinderschuhen steckenden Ayakashi eröffneten dann gegen halb neun das Konzert und spielten laut, schnell aber auch leise und ruhig. Nachdem man sich mit Glühwein und Mate zwischengestärkt hatte, enterten Sailing On den Teppich und verzückten mit DIY-Hardcore samt Frau am Steuer, was für unsere Shows ein Novum darstellte, aber gerne wieder gesehen ist. Zum Schluss wurde es ein wenig düsterer auf der Bühne, Coup D´Etat begannen zu spielen. Bassist Daniel spielte sich wie immer die Finger wund, Gitarrist Floh gleich über zwei Amps, Drummer Daniel zockte als obs kein morgen mehr gäbe und Sänger Phil war auch schonmal am Sitzen. Insgesamt ein geiler Konzertabend und ein würdiger Abschluss des sehr erfolgreichen Konzertjahres 2011. Wir wünschen dann also mal allen nen guten Rutsch und kommt auch im kommenden Jahr zu uns. Es wird der Hammer.

12.11.2011 – STEMPELKISSEN FEST

Donnerstagabend klingelt bei uns im Stempelkissen Inc. Büro das Telefon. Eine unbekannte Nummer ruft an. Wann hat das jemals was Gutes bedeutet? Eine freundliche Stimme mit sehr sympathischem norddeutschem Dialekt meldet sich, wir ahnen dennoch Unheilvolles. Grand Griffon sagen ab! Unser Headliner für den kommenden Samstagabend! Grand Griffon, der Headliner für das groß angekündigte Stempelkissenfest im Haus Mainusch sagen ab? Jetzt?! Wir lachen zunächst ein bisschen ungläubig verlegen, da wir unser Pech kaum fassen können. Erst sagen uns Tackleberry ab und dann Grand Griffon, die beiden Bands die das Fundament für das Stempelkissenereignis des Jahres sein sollten. Das Fundament, das bis jetzt unser SKinc. Bandfamilientreffen trug. Die Stimme am Telefon ist untröstlich, wir lernen das Wort „angepestet“. Was nun? Ersatz suchen? Das Fest abblasen? Dorsy hören?
Telefonkonferenzen werden kurzerhand angesetzt, Orakel befragt und Rotweinmengen um Rat gebeten. Stempelkissen droht in dieser Krisensituation auseinanderzufallen. Glücklicherweise besinnen wir uns auf das, was wirklich wichtig im Leben ist und stimmen das C.M.-Lied an. Wir beschließen keinen Ersatz zu suchen, den Eintritt billiger zu machen und darauf zu hoffen, dass Maitresse, Ayakashi, Thirst, Stern Fucking Zeit und die ewig rotzeblauen Pumper aus Dortmund die angestrebten zwanzig zahlenden Gäste mobilisieren würden.
Samstag. Die letzten Vorbereitungen laufen. Instrumente werden angekarrt, die Anlage aufgebaut und das Haus Mainusch mit alten Plakaten von ehemaligen Konzerten geschmückt. Die Armee von Jägermeisterflaschen wird nochmal mit einer epischen Ansprache motiviert und für den Kampf heiß gemacht: „Keiner von euch wird überleben, aber wenigstens geht ihr als Legenden!“. Heiß dampfen auch der Glühwein und das leckere Essen. Angelockt von besinnlichen Dorsyklängen, die nicht wie angekündigt erst zur After-Show-Party durch die Räumlichkeiten schallen, kommen die ersten Gäste. Viele nette und bekannte Gesichter versammeln sich im Haus und vor allem davor. Dem Glühwein sei Dank halten die Gäste es nämlich auch bei arktischen Temperaturen im Freien aus.
So langsam aber sicher füllt sich auch der Anbau, in dem am heutigen Tage die Bands auftreten werden. Ayakashi machen den Anfang. Die Band spielt ihren ersten Gig und freut sich über das so zahlreiche Erscheinen von so lieben Menschen. Zu Ehren der großartigen Maitressen wird noch ein „Audiolith“ Cover von ihrem Mitgröhlsong „Bärenclub“ als Zugabe angestimmt. Der Text wird allerdings leicht verändert vorgetragen.
Anschließend betreten die unglaublich gutaussehenden Schmuseschlafrocker von Thirst die Bühne. Nachdem sie Anfang Mai im Pengland ihre erste offizielle Show bei uns gespielt haben, dürfen sie auch bei diesem Ereignis natürlich nicht fehlen. Routiniert, als gäbe es die Band seit schon drei Jahrzehnten, spielen sie ihr Set und geben sich musikalisch wie immer keine Blöße. Den Zuhörern gefällt es, was man anschließend auch am unverschämten Absatz ihrer genretypischen Shirts erkennen kann. Kleiner Seitenhieb kommt aber noch: nächstes Mal wird dann aber wirklich noch „g´suffa“, ok?
Was soll man zur nächsten Band sagen? Willy Fog… Nunja es ist ja nicht so, dass wir sie das erste Mal empfangen dürfen. Manche munkeln ja sogar, dass sie bereits Wohnungen in Mainz besitzen und zu ihrem Zweitwohnsitz gemacht haben. Zu empfehlen wäre es, denn so müssten sie nicht immer nachts noch nach Dortmund fahren. Diese Band ist wirklich ein Phänomen. Sie sind immer dicht und reisen oftmals schon mit einem gesunden Pegel an. Sie vergessen ihre Gitarre in Mainz, weil sie nicht mehr wissen wo hinten und vorne ist und trotzdem bleibt immer noch Zeit um Pumpen zu gehen und das mit Leidenschaft. Wir sind jedenfalls immer froh, wenn sie da sind und ihre verdienten Windelhiipse kassieren können.
Stern Fucking Zeit schafft nach Willy Fog zum ersten Mal, dass sich bei einem Stempelkissen Konzert eine Polonaise bildet. Frei nach dem Motto „ich laufe viele Kilometer…“ marschieren einige gemeinschaftlich los. Die Menge kreischt, freut sich und singt beim blasphemischen Dorsycover von „Oh Freund“ mit. Auch im Nachhinein fehlen einem die Worte, wie viele tatsächlich mitsingen konnten. Dorsy wäre stolz und auch wenn sie gefangen im Youtubeuniversum nichts davon weiß, still und heimlich fühlt sie wie viele Menschen sie glücklich macht und Hoffnung gibt.
Still und heimlich macht sich auch schließlich die Hauptattraktion des Abends auf der Bühne breit. Maitresse, eine Band, die eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt, erst zwei EPs aufgenommen hat und gerade Mal laufen gelernt hat (2 Jahre erst auf dem Buckel), nimmt Abschied, aber wie. Der Raum ist bis auf den letzten Quadratmeter gefüllt. Die Leute suchen sogar Platz zwischen den Maitressen um hautnah dabei zu sein, während sie das letzte Mal in die Saiten hauen, auf die Felle schlagen und sich die Stimmbänder ruinieren. Die fünf Jungs geben nochmal alles und spielen ihr komplettes Programm. Mit ein bisschen Ironie und Wehmut singen alle zusammen die Zeilen des Gebrüder Lakpa Songs mit „Hier wollen wir nicht sterben, denn hier sind wir schon geboren, überall nur nicht hier…“. Der ein oder andere fühlt sich an das Konzert vor langer Zeit mit Mikrokosmos 23 zurückerinnert, als die Maitressen das erste (wir lassen es an dieser Stelle das erste richtige sein) Konzert gespielt haben. Damals standen sie ein wenig schüchterner und vor weniger Publikum genau hier im Anbau vom Haus Mainusch. Was nach dem Konzert folgen sollte, waren eine enge Freundschaft, neue Stempelmitglieder und eine Menge lustiger Momente. Danke an dieser Stelle für die schöne Zeit und wir freuen uns auf neue musikalische Ergüsse der fünf jungen Buben.
Maitresse hebt also den Abend auf seinen ekstatischen Höhepunkt mit vielen heiseren Stimmen und Dank des großen Gedränges auch reichlich blauen Flecken. Aber da fehlen doch noch zwei Musiker, die so lange warten mussten bis sie endlich ihre Show darbieten konnten. Dazu ein kleiner Rückblick vorweg: Als am besagten Donnerstagabend Grand Griffon wegen einer Krankheit des Sängers angepestet absagen mussten, erhielten wir zu später Stunde einen weiteren Anruf und zwar von Gunnar, der ja bekanntlich Mitglied dieser Kapelle ist. Dieser fragte ob er mit seinem Buddy Henri Parker samt Akustikgitarre, Mundharmonika, Stimme und Cello trotzdem anreisen dürfe. Da wir ziemlich Bock hatten diesen Abend mit einem kulturellen Höhepunkt auszustatten, sagten wir selbstredend zu. Diese Entscheidung soll sich an diesem Abend nicht als Fehler rausstellen. Henri und Gunnar positionieren sich im Haus zwischen laut schwätzenden Menschen, die zum großen Teil noch beflügelt vom Abschiedsgig einen großen Mitteilungsdrang haben. Unerschrocken fangen jedoch die beiden an die ersten Töne zu spielen. Binnen kurzer Zeit legt sich die Unruhe und die Aufmerksamkeit der Leute gehört ihnen. Mit ruhigen, schönen, melancholischen Klängen bildete das Duo einen wirklich bemerkenswerten Abschluss eines – zumindest für uns – wunderschönen Abends.
Auch Tage später können wir immer noch retrospektiv auf einen insgesamt positiven Konzertabend blicken. Natürlich gibt es – wie immer – noch Kleinigkeiten, die man in Zukunft verbessern kann und muss, aber auch das gehört zu einem Lernprozess dazu. Was in erster Linie bleibt sind schöne Erinnerungen und der erneute Wunsch allen Leuten einen Dank zu sagen, die den Abend mitgestaltet haben. Dazu zählen die Bands, die Besucher, die Helfer und alle anderen, die ihren Anteil daran hatten. So viel dazu.

18.09.2011 – WILLY FOG + ALLES WEGEN LILLY

Da waren sie also mal wieder, die Schätzchen von Willy Fog. Zusammen mit Alles wegen Lilly (und eigentlich Maitresse) sollten sie das Haus Mainusch auf dem Mainzer Campus mit ihrer Musik beehren.

Allerdings ließen sie ziemlich lange auf sich warten (Starallüren und so). Gut für uns, so konnten wir, nachdem das Mainusch vorbereitet war, noch eine Runde hochklassigen Fußball auf der Straße vorm Haus spielen. Bald kam dann auch der überdimensionale Tourbus mit unterdimensionalem Fahrer an und wurde freudigst begrüßt. Alte Erinnerungen an Gespräche über Alkoholschmerzen kamen auf, konnten aber schnell durch den ersten Jägermeister verdrängt werden. Während die Bands aufbauten und den Sound checkten wurde in der Küche das Nudelwasser aufgesetzt. Hätte man geahnt, dass es trotz Gasherd gefühlte 3 Tage dauert bis das Wasser kocht, womöglich hätte man es früher aufgesetzt.
Mit der Zeit füllte sich das Haus mit einigen Gästen. Irgendwann fingen Alles wegen Lilly dann auch an. Ich bekam von dem Auftritt das meiste nur aus der Küche mit. Aber das was da ankam war definitiv ganz großes Tennis. Während die Jungs vorne spielten wurde dann auch langsam aber sicher das Essen fertig. Trotz mangelnden Plans und ziemlich spontanem Einkauf wurde wieder etwas (hoffentlich) leckeres für die Bands gezaubert. Die Fogs schlugen sich auch sofort die Bäuche voll, während sich der Essensgeruch in ganz Mainz verbreitete (wie mir zugetragen wurde).

Schließlich spielten dann Willy Fog. Zu denen gibt es ja eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Kurz Zusammengefasst: Jägermeister, Soundmatsch, Jägermeister und unglaublich viel Geschrei. Ein ominöses Schild tauchte auf, welches Jonas des Pumpens bezichtigte. Zurecht natürlich.

Nach dem Konzert wurde dann selbstverständlich noch gebührend gefeiert. Da die Bands allerdings noch Nachts den Heimweg antreten wollten musste etwas auf die Tube gedrückt werden. Also haute der DJ (Youtube über Internethandy) die größten Hits des Saarlandes direkt nacheinander raus. Schließlich soll bei unseren Konzerten ja auch Kultur vermittelt werden.

Nachdem der Jägermeistervorrat erschöpft und der Wodka-O-Tower geleert war machten sich die Bands natürlich sofort vom Acker. Alles was sie uns hinterließen war ein Handabdruck auf dem Bauch und ein zugemülltes Haus Mainusch.


Wir begannen also aufzuräumen. Schließlich fand ich mich in der Küche beim Spülen wieder, während ich vom Rest nicht so genau wusste, ob er bereits gegangen war, oder besoffen irgendwo auf dem Gelände rumschlich. Lediglich P. Schaute mal vorbei um mir leidvoll mitzuteilen, dass er leider zu betrunken sei um mir beim aufräumen zu helfen. Es täte ihm auch sehr leid, waren seine letzten Worte, bevor er mit der Hand in die Schüssel mit Nudeln griff, sich eine Hand voll in den Mund stopfte und dann in die Küche spuckte. Danach verließ er die Küche durch den Hintereingang. Diese Runde drehte er während meines Spülgangs an die 3-4 Mal, wobei er immer gegen die gleichen Getränkekästen lief…

Alles in allem war es mal wieder ein Abend, der zwar durchaus anstrengend war, aber gleichzeitig auch das beste Beispiel dafür, warum man sich so etwas überhaupt antut. Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, die Jungs von Willy Fog bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Alles wegen Lilly natürlich auch. (Wenns sein muss).

12.08.2011 – OKTA LOGUE + FREIBURG

Mit einem vollen Haus Mainusch hätten wir Freitag Abend nicht gerechnet, um so toller wurde der Abend dadurch, dass genau das dennoch eintrat. Leider war es bei Freiburg noch verhältnismäßig leer, im Vergleich dazu was später kommen sollte. Ungeachtet der Lücken im Publikum zeigten Freiburg uns dann mit spürbarem Herzblut, warum wir sie eingeladen hatten. Punk in Reinform, Wut und Ablehnung und ca. 5 mal schneller als auf Platte. Wahnsinnige Energie und 4 Typen, mit denen man gerne eine Nacht mit Bier und Jägermeister verbringt.
Danach kurze Umbaupause, neues Bier geholt, von der Theke zurückgekommen und sich erschrocken – das Mainusch war binnen 5 Minuten plötzlich voll.

Die Jungs, die nun die (zumindestens für unsere Verhältnisse) Massen in ihren Bann zogen, waren schon optisch eine Anleihe an guten alten Psychedelic Rock der 70er. Mit Schlaghosen, Kotletten und einer Hemden-Westen Kombination sahen sie aus wie Thijs van Leer von Focus in seinen besten Zeiten. Musikalisch zeigten Okta Logue von der ersten Minute an ihr Potential und lieferten bei schummrigen Rotlicht ein wahres Klangerlebnis. Ihr sehr psychedelischer, technisch versierter und wunderbar harmonierender Bluesrock (samt ihrem bordeauxroten historischem Ford Transit und Hammond-Orgel) ließ mich als eingefleischten Liebhaber von frühen Black Sabbath, Pink Floyd und Nektar immer wieder entzücken(auch wenn ich auf einem Kasten hinter der Theke stehend nicht gerade viel von der Band sah). Auf diesem Konzert hätte unsere Eltern Generation genauso ihren Spaß gehabt wie wir es hatten. Nachdem allerdings die magische Grenze von 00:00 Uhr überschritten war, ließ sich das Ordnungsamt blicken und trotz herausragender Musik nicht umstimmen doch mit zu Genießen. Gegen halb eins endete das Konzert, bis alle gegangen waren, wurde es locker zwei Uhr.

Nach dem Konzert wurde mit den Verbliebenen gekickert und getrunken und gelacht. Freiburg feierten noch auf AC/DC und jeder schlief mit einem Lächeln ein.
Bleibt nur noch auf unser nächstes Konzert hinzuweisen: 10.09. – Haus Mainusch – Loma Prieta & Birds In Row. Bis dann.

07.08.2011 – LISTENER + FORM

Stunden, Tage, ja sogar Monate haben wir uns auf dieses Konzert gefreut. Nicht, dass wir uns nicht auf jedes unserer Konzerte freuen würden, dieses Mal einfach nur ganz besonders.
Für die meisten von uns war es zudem noch der grandiose Abschluss eines Konzertmarathons.

Es startete am Dienstag, 02.08. mit dem Konzert von Algernon Cadwallader, 1994!, Rollergirls und Maitresse (von denen ja bekanntlich auch einige bei uns mitwirken) im Schlachthof in Wiesbaden. Freitags ging es weiter mit Captain Planet auf dem Trebur Open Air. Wobei es hier zwangweise auf Betrinken und Pöbeln hinauslief. Abgesehen davon eignen sich Tankstellenfahnen äußerst gut zum Mundabwischen. Am Samstag waren dann einige Verrückte in Köln um sich die Hammercombo von Touché Amoré und La Dispute zu geben. Schweißgebadet musste noch Nachts der Heimweg engetreten werden, sodass man schließlich um 6 Uhr wieder in Mainz aufschlug.
Aber lange schlafen war nicht, schließlich sollte unser erstes Konzert mit ausländischen Gästen bestens vorbereitet sein. So traf man sich Nachmittags im Haus Mainusch zu Mainz (Thüringen, Italien). Hier musste erstmal festgestellt werden, dass nur ein funktionsfähiger Kühlschrank zur Verfügung stand. Nach viel rumtelefoniererei gab es dann immerhin Eis um genügend Getränke zu kühlen und einen Minikühlschrank für den Backstageraum.

Spontan entschieden wir das Konzert im Haus und nicht im Anbau zu veranstalten. Vermutlich weil keiner Lust hatte die Boxen aus dem Keller bis nach draußen zu tragen. Der Grill wurde angefeuert und das Salatbuffet aufgebaut. Listener kamen. Später Form. Es wurde gegessen, getrunken und geplaudert.

Die Gäste ließen Anfangs etwas auf sich warten, mit der Zeit schwand allerdings die Angst die magische Grenze von 42,8571 nicht zu erreichen. Bereits früh wurde der erste Jägermeister verteilt, der auch dieses Mal einige Opfer fordern sollte.
Das Konzert begann schließlich gegen 21:30 Uhr mit dem Auftritt von Form. Viel gehört hatte ich persönlich bisher noch nicht von ihm. Aber der Auftritt sagte mir doch sehr zu, der Sound war auch ohne Bassbox in Ordnung und die Texte zu verstehen. Deutscher Rap abseits von „Bitches“, Schwulenhass und schwarz-rot-goldenem Ghetto-getue. Inhaltlich stark und immer wieder auch lustig („Ich fresse Linsen en masse, wie willst du gegen mich anstinken?“ oder so), göttlich.

Nach dem letzten Lied von Form blieb den Zuhörern nicht viel Zeit um frische Luft zu schnappen. Listener legten quasi direkt los. Und zwar sowas von. Das was man in Live-Videos bereits so gesehen hatte war ja schon vielversprechend gewesen, aber das Ganze hautnah, direkt vor der eigenen Nase war schon fast unglaublich. Die Emotionen waren in jedem Satz, ja in jedem einzelnen Wort zu spüren. Und diese interessante Angewohnheit nach fast jedem Song nachzufragen, ob jemand eine Frage, oder eine Anmerkung dazu hat. Wenn es eine Band gibt, die wirklich nah an ihrem Publikum ist, dann Listener. Dabei spielte Dan (Sänger) eher die offensivere Rolle während Chris (Gitarre) die meiste Zeit über schon fast teilnahmslos da stand. Umso überraschender war sein plötzlicher Aktivitätsausbruch als er während eines Songs auf tuchfühlung mit dem Publikum ging. Pogo, oder so. Vielleicht wars der Jägermeister?
Nach ihrem eigentlich letzten Lied konnten die Jungs noch zu einer Zugabe von 2 weiteren Songs überzeugt werden. Ein Verrückter quasselte die ganze Zeit etwas von einem Fünfjahresplan, keine Ahnung, war wohl in der falschen Veranstaltung.
Auf jeden Fall spielten die Beiden noch meinen absoluten Favoriten „Failing is not just for failures (…it’s for everybody. Failures just have more experience)“ und als krönenden Abschluss „Death by shotgun“. Bei letzterem saßen sowohl das Publikum als auch die Band auf dem Boden des Haus Mainusch.

Die Bands machten sich danach verhältnismäßig früh aus dem Staub. So eine Tour ist eben auch anstrengend. Wir feierten noch eine Weile mit all den Menschen, die diesen Abend zu einem so schönen Erlebnis gemacht hatten. Der Jägermeister und der Wodka-O flossen, entgegen unserer guten Vorsätze, einmal mehr für Umme. Manch eine vergaß bei der ganzen Aufregung sogar noch wie man geradeaus läuft. Kommt vor. Mit Aufräumen, Spülen, Abrechnen war gegen 4:00 Uhr Schluss. Noch immer von Freude erfüllt machte man sich ab nach Hause um in wenigen Stunden fit fürs Frühstück zu sein.

Also um 10 wieder aufgestanden, schnell zu Rewe, eingekauft und ab in die Delfin-WG zum gemeinsamen Frühstück mit Listener. Chris fotografierte dabei grundsätzlich erstmal alles, was es zu essen gab mit seinem Iphone um über eine App übersetzt zu bekommen was zur Hölle das eigentlich ist. Außerdem präsentierte er seinen unglaublich großen deutschen Wortschatz: „Ja“ und „Frühstück“. Wir unterhielten uns noch über die kommenden Tourorte (Da fällt mir ein, dass während des Konzerts irgendein Deal abgeschlossen wurde, der einen Drummer beinhaltete und, dass wir alle am nächsten Tag nach Jena kommen würden. Was hätte passieren sollen hätten wir dies getan weiß ich leider nicht mehr). Dann setzte die Reisegruppe ihre Fahrt Richtung Jena fort.

Das war das woran ich mich momentan noch so erinnern kann. Ergänzungen sind immer gerne gesehen. Wir bedanken uns hiermit auch nocheinmal bei Form, bei Listener und bei allen (48) Gästen, die diesen Abend für uns (und für euch hoffentlich auch) unvergesslich gemacht haben. Dankeschön!

PS: Ist zwischen permanentem Alkoholkonsum in Verbindung mit Schlafmangel und Gedächtnisverlust eigentlich ein signifikanter Zusammenhang auszumachen? Das wäre ein Problem.

PS 2: Lustige Geschichte. Haha. Montag nach dem Konzert klingelt (mich) mein Handy (wach).
Etwas was ich überhaupt nicht leiden kann sind Menschen die mich anrufen und fragen wer ich bin. Deshalb bitte ich meine unfreundliche Reaktion nochmals zu entschuldigen. Nach wüster Pöbelei meinerseits stellte sich heraus, dass es sich um einen Menschen vom Peng handelte, den M. Mit meinem Handy angerufen hatte um einen Kühlschrank auszuleihen.
Also, hier nochmal offiziell, entschuldigung!

PS 3: Konzerte werden jetzt vermutlich öfter im Haus und nicht im Anbau stattfinden. Einfach weil wirs können!

PS 4: weitere Bilder gibts auf unserer Facebook-Seite. Klick aufs Bild:


If the Kids are united Fest Vol. 2

Tag 1
Die Vorfreude auf dieses Großereignis bestimmte schon lange Zeit das Stimmungsbild bei unseren Zusammentreffen. Nicht ohne Grund. Schließlich glich das Line-Up in der Tat einem großen Familientreffen. Mit Mikrokosmos23, Empty Guns, Willy Fog, Krawehl, Maitresse, Atlan, Plinio Designoris letzter Winter und Stern Fucking Zeit wurde ein Großteil der Bands doch bereits bei uns mit Jägermeister maltretiert, beziehungsweise bestand teilweise sogar aus Stempelkissen Mitgliedern. Dazu noch Düsenjäger, Escapado, Freiburg, Mio und Coup D‘Etat. Die Vorfreude war also durchaus berechtigt.

So traf man sich also am Freitag bei Rewe neben dem wunderbaren PENG in Mainz. Der Plan sah vor ordentlich Getränke und einen Jacuzzi einzukaufen und dann nach Koblenz aufzubrechen. Er sollte sofort zerstört werden. Nachdem Alles Gepäck im Auto verstaut war stellte sich heraus, dass für die geplanten Massen an Alkohol kein Platz mehr war. Es wurde überlegt und diskutiert auf welches Mitglied am ehesten verzichtet werden könnte. Am Ende einigte man sich dann aber darauf, nur Getränke für die Fahrt zu besorgen und den Rest in Koblenz einzukaufen.
Der nächste Stop war dann nocheinmal in Mainz beim Baumarkt. Ein Jacuzzi musste her um die Erfolgsgeschichte von jacuzzi.tv weiterschreiben zu können. Jedoch musste der Baumarkt aufgrund eines aus unerklärlichen Gründen einsetzenden Gestanks fluchtartig verlassen werden.

Nun ging es also los Richtung Koblenz. Kaum auf der Autobahn angekommen standen wir dann auch schon im Stau. Hätte man auch eigentlich mit rechnen können. Pfingsten und so. Nun gut. Immerhin vertrieb uns der junge Bundeswehrsoldat der neben uns fuhr eine Zeit lang die Langeweile als er immer wieder aus allen Richtungen bepöbelt wurde und dadurch auch sichtlich nervös wurde. Bis er schließlich voller Panik seinen Wagen gegen die Mittelleitplanke setzte (nicht. Leider). Gerade als der Stau sich aufzulösen schien entschieden wir uns den restlichen Weg über die Bundesstraße zu fahren. Mit quietschenden Reifen ging es dann weiter (stimmt wirklich).
In Koblenz angekommen ging es dann ersteinmal zum Löhr-Center um die nötige Menge an Alkohol einzukaufen. Als wir im Parkhaus ausstiegen bemerkte ich erst wieder wie viele Menschen eigentlich in unserem Auto waren. Es erinnerte etwas an das Clowns-Auto von Willy Fog, allerdings ohne Lebensgroße Stoffpuppe von Patrick Star.
Der Einkauf bestand aus Jägermeister, Bier, Jägermeister, Schnaps (Jägermeister), Energydrink und Jägermeister. Außerdem wurde ein prachtvoller Jacuzzi inklusive Reittier erstanden. Anmerkung an den City-Globus Marktleiter: Die Beratung durch Ihre Mitarbeiter war äußerst anstößig und obszön. Weiter so!

Dann auf zum Jam Club. Hier erstmal das ein oder andere Bierchen getrunken. Dann ging es an die Arbeit. Mit viel Schweiß und Herzblut wurde der Jacuzzi aufgebaut und für luxuriös befunden. Allerdings stellte sich das Befüllen als äußerst schwierig heraus. Da es keinen Gartenschlauch gab bildete sich spontan eine mit Eimern bewaffnete Menschenkette, die auch in der breiten Bevölkerung großen Anklang fand. Nach kurzer Zeit verabschiedete der Tyrann von Koblenz allerdings ein Gesetz, dass das Befüllen von Jacuzzis mit Leitungswasser aus dem Jam untersagte. So hoffte man dann also auf Regen. Währenddessen kamen immer mehr Bands an. Es kam zu spontanen Aktionen wie dem Überspringen des Jacuzzis durch eines unserer Mitglieder (Videobeweis folgt). Dies sollte noch ungeahnte Konsequenzen haben, aber dazu später. Auch kam es immer wieder zu spontanen Kreativitätsausbrüchen der Anwesenden. Verschiedene spontane Lobgesänge auf eine hier nicht genannte Person aus Mainz wurden angestimmt. (Videobeweis folgt)

Irgendwann ging es dann auch tatsächlich los. Der Althippie Plinio Designiori machte den Anfang. Es folgten Atlan, Maitresse, Krawehl und die Jets. Alles großartige Musiker die eine super Show nach der anderen hinlegten. Zwischendurch wurde natürlich immer wieder der Jägermeister zu Rate gezogen, außerdem der Flyer für unser Konzert mit listener verbreitet und das Gerücht gestreut es handele sich beim If the Kids um ein Stempelkissen Festival. Zwischendurch kam es zum zweitbesten Fang des Jahrhunderts.
Nach Düsenjäger beschlossen einige von uns etwas Essen zu gehen. So begab man sich in Richtung Innenstadt und kehrte schließlich in einem McDonalds ein. Hier gab es 100 Chickenburger (mindestens), einen unglaublich leckeren 1955 Burger und viele Pommes. Außerdem kam es zu einem weiteren spontanen Kreativitätsausbruch der sich in einem Tanz ausdrückte den es wohl in dieser Art nie zu sehen gab und auch nie wieder zu sehen geben wird. Leider gibt es hierfür auch keine Videobeweise. Anders als für die Clowns-Rutsche. Auf dem Rückweg kam es zu einigen unschönen Szenen, als sich ein offensichtlich betrunkener Sintho-Roma-Jedi-Obdachloser den Anweisungen unseres Ordnungsdienstes widersetzte. Er versprach eine Schere zu holen und dem Ordner den Hals abzuschneiden. Auf die Frage ob er denn ein Halsabschneider sei reagierte er weiterhin äußerst aggressiv.
Es folgte die Aftershow Party von der ich persönlich allerdings nichts mitbekam. Nach einigen weiteren Drinks bettete man sich dann langsam aber sicher im Flur des Jams um für den folgenden Tag fit zu sein. Einige von uns nahmen den Erfrierungstod in Kauf und schlugen ihr Lager vor der Tür auf. Als sie am nächsten Morgen dann doch im Flur liegend aufgefunden wurden konfrontierte man sie selbstverständlich mit ihrem Versagertum. Hierauf erfanden sie eine lächerliche Lügengeschichte wonach der Hausmeister des Gemeindezentrums sie um halb sieben geweckt hätte in dem er mit unglaublich lauten Aufnahmegeräuschen Fotos von ihnen und dem vermüllten Gelände gemacht hätte. Schließlich seien sie vor seinen ständigen Anquatschversuchen in das Gebäude geflohen. Glaubwürdig? Ja!(behauptet M.)

Tag 2
Am Morgen zerstreute sich die Gruppe ziemlich. Einige gingen zu Ikea um das Frühstück dort um nur 20 Minuten zu verpassen. Ärgerlich. Andere verschwanden im Bermudadreieck.
Zwei von uns hielten die Stellung, nachdem wir etwas zu essen gekauft hatten. Da saßen wir also, zu zweit in der Sonne und frühstückten vollkommen friedfertig. Plötzlich. Ein unglaublicher Lärm kam auf. Die Hölle tat sich auf und mindestens 300 Hells Angels rasten auf uns zu. Wir wähnten uns schon verloren als aus dem Nichts der verwirrte Obdachlose von vergangener Nacht auftauchte und drohte ihnen allen die Hälse abzuschneiden. So zogen sie schließlich weiter in Richtung Bundesgartenschau um die neuesten Kniffe in Sachen Dünger zu erfahren.
Kurz danach kamen die anderen Menschen aus ihren Verstecken zurück. Es kam zu Pöbeleien und Anfeindungen zweier verfeindeter Jugendgangs. Es kamen Waffen wie Bananenschalen, PET-Flaschen und sonstiger Müll zum Einsatz. Einige Verrückte hatten sogar Salz dabei.
Nebenbei füllte sich der Jacuzzi wie von Geisterhand weiter mit Wasser. Immer wieder wurde einkaufen gegangen, ansonsten saß man in der Sonne und diskutierte über all die Dinge die man tun könnte anstatt in der Sonne rumzusitzen und über Dinge zu diskutieren die man tun könnte.

Gegen Nachmittag trudelten dann langsam die nächsten Bands ein. Man begrüßte sich freudig und es wurden sofort die ersten Interviews für jacuzzi.tv festgemacht. Schließlich drehten wir zwei neue Folgen mit Jonas und Fritz (Willy Fog / Maitresse) und Jonas (Freiburg). Die Ernsthaftigkeit die wir uns für jacuzzi.tv vorgenommen hatten wurde immer wieder durch lächerliche Zuschauerfragen torpediert. Bei den nächsten Ausgaben wird es sich deshalb vermutlich um Geisterspiele handeln. Mikrokomsos weigerten sich zu uns in den Whirlpool zu steigen. Da steigt die Berühmtheit einigen wohl schon zu Kopfe. Die Videos befinden sich zur Zeit noch in Bearbeitung und folgen in Kürze.
Ein Ball tauchte auf und einige Irre begannen etwas zu spielen das man schon fast nicht mehr Fußball nennen kann. Verschiedene Personen sorgten dafür, dass das Umtreten von vollen Apfelweinbechern sich als Running-Gag festigte.
Nach einer etwas verlängerten Aufbauzeit starteten dann Stern Fucking Zeit den zweiten Abend des Festivals gefolgt von Mio. Beide überzeugten sehr. Stern Fucking Zeit sind bei uns ja schon altbekannt, trotzdem freut es immer wieder die zwei live zu sehen. Auch wenn diesmal keine Alienmasken dabei waren. Mio sah ich (ich glaube alle anderen von uns auch) zum ersten Mal. Und wir wurden überzeugt. Hier muss auf jeden Fall mal ein Konzert bei uns her! Danach folgte der Heimliche Hauptact des Festivals. Willy Fog spielten und unglaublich viele Menschen gingen vor der Bühne ab. Jonas wurden mindestens 3 Zehen gebrochen und auch sonst mussten einige etwas einstecken. Darauf folgten Coup D‘Etat und Freiburg. Erstere überzeugten vorallem durch den leidenschaftlichen Gesang, Freiburg brachten den Punk aufs Festival.
Währenddessen überschlugen sich vor der Tür die Ereignisse. Zwei leere Bierdosen und eine gut gefüllte 1 Liter Jägermeister Flasche lieferten sich ein packendes Rennen.Doch auch große Anfeuerungen konnten den Jägermeister nicht zum Rollen bringen. Nun trat eine Person auf den Plan, die im Folgenden immer als „Täter“ bezeichnet wird. Der Täter, überzeugt davon den Jägermeister zum Rollen bringen zu können, nahm also die Flasche und zerschmetterte sie mit einem lauten „Los! Roll!!“ mit aller Kraft auf dem Boden. Laut eigener Darstellung sei er von umstehenden Menschen dazu angestachelt worden, so der Täter. Außerdem habe man ja nicht ahnen können, dass die Flasche das „Rollen“ nicht überleben würde. Der Täter wurde direkt nach der Tathandlung seiner gerechten Strafe überführt. LOS! ROLL!! Während bei den Beobachtern der Tat nach fassungslosigkeit herrschte geschah bereits das nächste Unfassbare. Beim Versuch dem Sportstudenten vom Vormittag nachzueifern und den Jacuzzi mittels eines Sprunges zu überqueren legte T. Eine unglaublich attraktive Flugeinlage hin, bei der der Schwung letztendlich mittels Brustkorb und Gesicht abgebremst wurde. Für ca. 5 Minuten war T. tot. Danach wurde der wieder Auferstandene durch Stempelkissen Mitarbeiter verarztet. Drinnen ging es derweil musikalisch weiter. Es spielten Empty Guns. Hierüber gehen die Meinungen weit auseinander, ich persönlich halte sie für eine Bereicherung des Festivals, da sie mit ihrem zugegeben etwas eigenem Stil frischen Wind in den Abend brachten. Danach spielten die arroganten Jungs von Mikrokosmos23 die sich am Nachmittag noch zu fein waren in unseren Jacuzzi zu steigen. Als Rache dafür wurde während des Auftrittes mehrfach das Mikro geklaut und für Publikumsgesänge zweckentfremdet.
Es folgte der krönende Abschluss mit Escapado, bei denen es ein Wunder war, dass nichts größeres kaputt gegangen ist (Zitat M.).
Wir entschieden uns spontan noch in der Nacht heimzufahren. So wurde der jacuzzi eingepackt, das Reittier angeleint und das Stempelkissen-Inc Clowns-Auto beladen.

Epilog oder was der Verfasser vergessen…:
Zu Klängen der Flippers erscheint es uns nur zu wichtig einige Fakten hinzuzufügen, die bisher nicht erwähnt wurden:
1. Dey dörk ä dörk!
2. Windelhiiiiiiips! (bevorzugt bei allen)
3. Tatort: Parkplatz; Täter: Isomatte; Opfer: Brille, Retter: Optiker
4. Vergesst Cosy Ultra Soft – Stempelkissen WC-Papier ist der neue Shit wenn’s um Arsch- und Gesichtspflege geht!

08.05.2010 – MATULA + WILLY FOG

Zweite Show ist vorbei. Rausch ausgeschlafen. Gelenkschmerzen
auskuriert. Haus Mainusch sauber wie noch nie. Zeit für den Rückblick.

Als ich ankomme sind Matula schon da. Kurze Begrüßung
(„Wir kenn‘ uns aus Darmstadt, oder?“ …Darmstadt. ja da war was..)
Alles wird vorbereitet. Betten bezogen, Merchstand aufgebaut,
Getränke eingeräumt, Technik angeschlossen.
Willy Fog kommen im Clowns-Auto. So viele Leute und Patrick Star
in einem Auto!
Es wird gegessen und geschwätzt. Die Lavalampe funktioniert nicht.

Die Gäste lassen sich Zeit. Gegen 22.00 drängen Willy Fog uns
sie endlich auf die Bühne zu lassen. Verträge über wenig Geld und
ein Auto werden abgeschlossen (und nie eingehalten!).

Bei den Fogs sind ca. 20 Leute da. Sound ist super. Und die Band erst.
Da wird noch einiges kommen!

Matula haun ne gute Mischung an neuen und alten Sachen raus. Die Stimmung
ist einfach nur geil. Etwas weniger als 40 Leute. Aber es fühlt sich an wie 10.000
Singen, schreien, tanzen, umarmen, freudentränen. Die Jungs lassen sich
nicht lumpen und geben ordentlich Zugaben. Der Jägermeister gibt sein Bestes.

Die Bands sind fertig, das Geschrei geht draußen weiter.
UUUUUUuuuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhh“ macht der Affe
von Willy Fog wenn man ihm die Banane klaut. Den hamse aber nicht dabei.
Nächstes Mal!!
DU KAUFST DAS JETZT!!!“ wird Merch von Matula angepriesen
und unter den interessantesten Bedingungen verkauft.

Um 12 sind plötzlich alle im Bett (meinte einer. stimmt aber nicht)
Ich wache mehrmals auf (1. weil irgendwer draußen krach macht,
gefolgt von einem „Hört doch auf hier zu randalieren“ – „Wir randaliern
doch garnicht“, Einbildung? | 2. von „scheißee. ist das gefährlich“ als ein
gewisses Bandmitglied im Suff die Leiter vom Dachboden runterklettert.)

Der nächste Morgen wird dominiert von Gesprächen über Stuhlgang,
Alkoholschmerzen (die es tatsächlich gibt und wegen denen unzählige Leute
Sonntags morgens aus dem Bett geklingelt wurden). Videos vom Vorabend
sorgen für Unterhaltung.
Draußen regnets. Die Lavalampe funktioniert. Musste sich nur ein bisschen aufwärmen.
Steht jetzt halt im Regen.

Nach und nach wird eingepackt und abgefahren. Wir machen uns ans Aufräumen.
Fazit. Geiler Abend mit super Leuten. Hätten mehr Leute sein können, wie immer.
Anregungen für neue Roadtrips gabs auch. Pool-Party im Pott!
Großartig!

DU CHECKST DAS JETZT AUS!
myspace.com/plautzencore
myspace.com/farblosrec

Nächstes Konzert am 24.5. mit Mikrokosmos23 und Maîtresse.
myspace.com/stempelkisseninc

und im Oktober gibts Kasalla!

11.03.2010 – ADOLAR + SUPERMUTANT + ZUGZWANG

Gerade den Rückblick fertig gehabt.
Nochn bisschen Layout machen und Zack.
Plötzlich is alles wieder weg. Unfähigkeit von wem?

Also nochmal neu.

Das SK Inc. Debut-Konzert liegt jetzt schon ein paar
Tage zurück. Erinnerungen zusammenkratzen.

Donnerstag, 11.03. Nach Arbeit bis 5 direkt los
aufs Hochsicherheitsgelände der Mainzer Uni.
Wer will (hier) schon studieren?
Haus Mainusch. Ansich nette Location. Lässt sich aber
(wie aus so vielem) mehr drauß machen. Fragt sich
aber eher wie lange das da noch bleibt. So wies drumherum
aussieht eher kurz als lang.

Erste Band Zugzwang. Wie erhofft ziehen die Jungs
aus Mainz ordentlich Zuschauer. Ca. 50 Leute sinds.
Viele Spenden. Dankeschön.

Supermutant machen die Mitte. Auf der Anlage zuhause
schon geil. Aber live ein muss für jeden!
„Von hier oben sieht die Stadt noch viel viel kleiner aus“
Gänsehaut. Geile Stimmung. Nette Jungs.

Adolar. Ein Stromschlag im Oktober. Nicht ganz.
Toms Schneidezahn leidet. Sound mittelmäßig.
Trotzdem super Show. Der „grüne Freund und
Helfer“ heizt die Stimmung noch weiter an.

Die Party danach lässt zu wünschen übrig. Es eskaliert
nur kurzzeitig. Vielleicht noch das Trauma vom Gig in
der Villa „damals“?

Morgens Punkt 8 steht das Frühstück aufm Tisch.
Bands schlafen noch. Im Warmen. („Wie kalt
kanns in nem Auto schon sein?“)
Wir Frühstücken. Apfel-Orange-Maracuja-Ananas-Saft
am Start. Yeah. Der Eine* tauscht meine zerdellerte
Adolar-Platte um. Super. Auf zur Arbeit.

Soviel dazu. Die nächste Show steht natürlich auch schon wieder an.
Am 8. Mai besuchen uns Matula. Natürlich nicht alleine. Mehr Infos?
myspace.com/stempelkisseninc

Später im Jahr kommen dann noch,
Mikrokosmos23 (mit neuer Platte, SpannungSpannung)
Krawehl (EP out now, holt euch den Scheiß! Lohnt sich. myspace.com/krawehlkrawehl)
uvm.

*Namen hab ich vergessen..sorry

20.12.2009 – CAPTAIN PLANET + MATULA + ADOLAR + MIKROKOSMOS23

Es hat ein wenig gedauert bis ich die Ereignisse des 20.12. aus diversen
Quellen zusammengetragen hatte. Aber besser spät als…ihr wisst schon.
Hier also ein kleiner Rückblick.

Es war geil. Scheiße geil. Die Bands ham sich nichtmal vom Kackwetter an der
Anreise hindern lassen. Anders als wohl einige Besucher. Es hätten mehr sein können.
Die Leute die da warn haben aber ordentlich einen gemacht. Aus verschiedenen Erzählungen
verlautete mir, dass wohl so ziemlich jeder, der kein Fahrer war, einen ordentlichen Alkohol-
pegel erreicht hat. Meine eigenen Erinnerungen stimmen damit perfekt überein.

Alles in allem ein gelungener Abend, der mich mehrmals mindestens an den Rand der Tränen
gebracht hat. Vielleicht auch weiter, ich weiß nicht mehr. Großes Tennis also. Grandiose Vorstellung
von allen Bands. Sowohl auf der Bühne als auch hinterher beim Jägermeister. Das wird nicht das
letzte Mal gewesen sein.

Und damit kommen wir zum Ausblick.
Im Vollsuff vor der Bühne (bei welcher Band weiß ich nicht mehr),
fanden sich Menschen zusammen,
die seit langem unabhängig voneinander ähnliche Ideen hatten.
Und wie das im Suff halt so ist, man macht sich Versprechungen.
Anders als sonst, wurden diese aber auch im nüchternen Zustand gehalten.
So entstand kurz darauf, unter anderem beim Konzert von Planke in Neunkirchen, die Konzertgruppe
„Stempelkissen Inc.“ 3 Besoffene Mitglieder stimmten für den Namen, die beiden Fahrer dagegen.
Doch mittlerweile gefällt er.
Lange Rede usw.

Erstes Konzert, das Debut, die Jungfernfahrt, der Gruppe:

11.03.2010 – Adolar + Supermutant + Zugzwang, Haus Mainusch, Mainz
Eintritt 4 € + X (Spenden dienen nur zur Bezahlung der Bands oder für weitere Konzerte dieser Art!)

Kommt vorbei!
Weitere Infos auf der Myspaceseite

Achja, und ein weiterer Rückblick zum 20.12., sehr gelungen wie ich finde.
http://www.mikrokosmos23.blogspot.com/